Erstellt am 21. September 2015, 15:32

von Birgit Kindler

Nächstenliebe wird gelebt. Birgit Kindler über das Engagement eines Innermanzingers.

Viele Leute setzen sich in der Region Neulengbach für Flüchtlinge ein. Sie sammeln Sachspenden oder helfen mit Geld aus, bieten Deutschkurse an oder unterstützen Asylwerber bei Behördengängen. Dieses Engagement ist wirklich bewundernswert. Auch für die 60 Flüchtlinge, die Ende September im ehemaligen Kloster am Stein untergebracht werden, werden bereits Initiativen gestartet.

Vor den Vorhang geholt gehört auf jeden Fall das Engagement des Innermanzingers Christoph Bösch: Er konnte das Leid der vielen Flüchtlinge nicht tatenlos mit ansehen und fuhr nach Ungarn, um Asylwerber nach Österreich zu holen. 17 Afghanen und Syrer brachte er über die Grenze, wurde sogar als Schlepper verhaftet. Trotzdem hat er den Glauben an das Gute nicht verloren und lässt die 17 Flüchtlinge bei sich, in seinem frisch renovierten Haus in Innermanzing, wohnen.

Nicht viele Leute würden sich trotz widrigster Umstände so für ihre Mitmenschen einsetzen – so mancher könnte sich von so viel Nächstenliebe eine Scheibe abschneiden.