Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:52

von Renate Hinterndorfer

SPÖ geht neue Wege. Renate Hinterndorfer über die Zusammenarbeit in Neulengbach

Der Ton im Neulengbacher Gemeinderat wird ein bisschen rauer. Das kommt nicht überraschend. Die SPÖ hat in den letzten Jahren auf Kooperation mit der ÖVP gesetzt, sich eingebracht und bei diversen Projekten gut mitgearbeitet. Richtig "belohnt" wurde die Partei dafür bei der Gemeinderatswahl allerdings nicht.

Die Enttäuschung darüber haben die Roten noch immer nicht ganz verdaut. So betonte kürzlich auch Alfred Hackl, der aus dem Gemeinderat ausscheidet, dass die Bürgermeisterpartei weit mehr Lorbeeren ernte und dass auch laute Oppositionskritik ohne große Mitarbeit viele Wählerstimmen bringen könne. Dass das frustrierend ist, ist klar.

Also setzt die SPÖ jetzt auf eine angriffigere Politik. Das war in der Gemeinderatssitzung bei der Debatte über die Gebührenerhöhungen klar zu merken. Oder bei der Kritik von Prüfungsausschussobmann Manfred Schweighofer an Budgetüberziehungen von VP-Stadträten.

Manche Diskussion wird intensiver werden, das kann für die Gemeindepolitik kein Schaden sein. Wie sehr es der Partei nützt, wird erst die nächste Wahl zeigen.