Erstellt am 21. März 2017, 05:42

von Claus Stumpfer

Der Pionier des Frauenfußballs. Claus Stumpfer über den viel zu frühen Tod von Bruno Mangl.

Bruno Mangls große Liebe galt dem Fußball. Da es in Laaben keinen Fußballplatz gibt, verschlug es den sportbegeisterten nach Neulengbach, wo er 1991 den SV Neulengbach als Obmann übernahm und zu einem ungeahnten Höhenflug vor allem mit dem Frauenteam führte. Zwölf Meister- und Cuptitel, Champions-League-Viertelfinale — die Erfolge von Neulengbachs Fußballdamen sind untrennbar mit Mangl verbunden. Nun trauert Österreichs Fußballszene um ihren Pionier im Frauenfußball. Mangl verlor den Kampf gegen eine schwere Krankheit im Alter von nur 59 Jahren.

Zwar hat Mangl auch mit Neulengbachs Herren zweimal zu Höhenflügen angesetzt — gleich zu Beginn seiner Amtszeit als Obmann und dann nach der Fusion mit dem SV Maria Anzbach kickte man in der 2. Landesliga West — aber ähnlich Nachhaltiges wie mit den Damen ist ihm mit den Herren nicht gelungen.

Doch die Erfolge des Frauenteams ermöglichten den Neubau des Wienerwaldstadions. Mangl hat das Projekt mit der damaligen Sportministerin Liese Prokop ausverhandelt und es brachte wie von den beiden geplant auch Begegnungen des Frauennationalteams in den Wienerwald. Eigentlich müsse das Wienerwaldstadion längst Bruno-Mangl-Arena heißen. Er hätte es sich posthum verdient.