Erstellt am 23. August 2016, 04:13

von Claus Stumpfer

Olympiasieger liebt Schrott. Claus Stumpfer über die schönste Lovestory der Olympischen Spiele in Rio.

Viel wird von diesen Olympischen Spielen aus österreichischer Sicht nicht in Erinnerung bleiben. Doch zumindest die St. Pöltnerin Beate Schrott hat es wieder in die Schlagzeilen geschafft. War es 2012 in London noch ihre sensationelle sportliche Leistung mit dem Einzug ins Hürdenfinale, hat sie nun in Rio zumindest mit der schönsten Liebesgeschichte aufgewartet.
Sportlich lief es für die Medizinerin zwar überhaupt nicht nach Wunsch, schied sie doch bereits in ihrem Vorlauf am Dienstag sang- und klanglos aus, doch dafür gab es für ihre große neue Liebe, den US-Dreisprung-Champion Christian Taylor, Olympiagold!

Dessen Liebeserklärung danach war für Schrott zumindest so schön wie der Olympiaeinzug in London. Und so gesehen hat der Trainerwechsel, den sie nach den Spielen 2012 vorgenommen hat, doch einen Nutzen gehabt. Denn nur so hat sie Taylor überhaupt kennengelernt.

Und auch Baron Pierre de Coubertin, der Gründer der Spiele der Neuzeit, hätte mit der St. Pöltnerin seine hellste Freude. Schrott lebt Sport, auch wenn sie in ihrem Bewerb diesmal chancenlos war.