Erstellt am 28. Juni 2016, 05:19

von Claus Stumpfer

Top Ten wichtiger als Olympia?. Claus Stumpfer über Bresniks Ziele mit Thiem, die Olympia und Daviscup kosten.

Bei seinem Kurzabstecher aus Wimbledon in die NMS Laaben hat es Günther Bresnik Freunden erneut bestätigt: Sein Tennisschützling Dominic Thiem wird weder bei den Olympischen Spielen, noch in der nächsten Daviscup-Runde für Österreich starten. Beide Bewerbe stehen dem Ziel, die Saison unter den Top Ten abzuschließen und bei den Masters in London am Ende des Tennisjahres starten zu dürfen, im Weg.

Nun leuchtet ein einmaliger Verzicht auf einen Daviscup-start für ein wichtiges individuelles Ziel allen ein, aber in Rio freiwillig nicht dabei zu sein, ist doch nochmals etwas anderes.

Auch ein Weltstar wie Roger Federer würde für einen Olympiasieg heuer einen seiner Wimbledon-Titel gern eintauschen. Denn kein Olympiasieger zu sein, ist ein Makel seiner Karriere, der schwer wiegt. Das Problem: Olympische Spiele gibt‘s nur alle vier Jahre, und einen Ausrutscher kann man daher im nächsten Jahr nicht einfach ausbessern. Deshalb ist Thiems Verzicht umstritten. Sicher ist er nicht Favorit auf Olympiagold, aber die Form stimmt, eine Medaille denkbar. Dass er sich auf Sand in Südamerika wohlfühlt, hat Thiem schon bei den Turnieren dort im Winter gezeigt. Und ein Olympiasieg in jungen Jahren, könnte die „Alterspanik“, wie sie Federer quält, Thiem später einmal ersparen.