Erstellt am 12. April 2016, 05:44

von Claus Stumpfer

Szilagyi soll es nochmals richten. Claus Stumpfer über die verpatzte Generalprobe vor den Qualispielen zur Handball-WM.

Österreichs bester Handballer aller Zeiten, der bei der Union St. Pölten groß gewordene Viktor Szilagyi, hat letzte Woche sein Comeback nach fast einjähriger Verletzungspause im Nationalteam gegeben. Zugleich war das Match am Donnerstag in Krems gegen Tschechien sein 200. Spiel für Rot-weiß-rot.

Das Ergebnis stimmte Szilagyi aber alles andere als feierlich. 26:27 unterlagen Österreichs Handball-Herren und sie konnten auch die Chance zur Revanche zwei Tage später in Tschechien nicht nutzen — 23:26-Niederlage. Schon gegen Deutschland hatten Szilagyi und Co 20:26 verloren.

Alle diese Partien dienten der ÖHB-Auswahl als Generalprobe für die WM-Play-off-Duelle im Juni mit Dänemark. ÖHB-Teamchef Patrekur Johannesson sparte nach der verpatzten Generalprobe nicht mit Kritik. Vor allem nach mehr Leidenschaft dürstet es dem Isländer.

Kapitän Szilagyi beklagte trotz taktisch diszipliniertem Spiel die vielen Ungenauigkeiten, die international sofort bestraft werden. „Wir haben es den Tschechen zu einfach gemacht, mit einfachen Toren, aber auch technischen Fehlern“, weiß er, wo der Hebel angesetzt werden muss. Noch einmal will er das Team zu einer WM schießen. Auch wenn er selbst dann nicht mehr dabei sein wird. Das Ende seiner Teamkarriere nach der Quali steht fest.