Erstellt am 26. Januar 2016, 05:38

von Claus Stumpfer

Zenlesers Plan geht nicht auf. Claus Stumpfer über die geplatzte Obmannwahl des SV Neulengbach.

So schön hatte man sich in Neulengbach alles ausgedacht. Mit Gerhard Wimmer schien endlich der ideale Nachfolger für Obmann Josef Zenleser gefunden. Zenleser will die Amtsgeschäfte in jüngere Hände legen, schließlich hatte er seine Ära beim Amtsantritt bloß als Interregnum verstanden. Sie ist zur Langzeitlösung geworden.

Der Verein war in Auflösung begriffen, und nur um das Schlimmste zu verhindern, sprang Zenleser als Obmann ein. Doch der „Notnagel“, der in den letzten Jahrzehnten auch schon als sportlicher Leiter und Trainer immer wieder die Kastanien aus dem Feuer holen musste, ist müde geworden.

Groß war daher die Freude, als Wimmer die Zusage gab, nachfolgen zu wollen. Seit Monaten galt er nun als designierter Obmann. Aber nun winkte der in letzter Sekunde ab. Berufliche Gründe zwingen ihn zur Übersiedlung nach Salzburg.

Zenleser musste die Generalversammlung am Wochenende absagen. Ohne Kandidaten ist schwer eine Wahl möglich! Ob sich an dieser Situation aber rasch etwas ändern wird? Schließlich sucht man in Neulengbach seit Jahren erfolglos einen Obmann! Nur jetzt scheint Zenleser entschlossen zu sein, alles hinzuwerfen — auch ohne Nachfolger! Wieder einmal geht’s also um die Existenz des Vereins.