Erstellt am 09. September 2015, 05:27

von Birgit Kindler

"Baubeginn könnte noch heuer sein". Straßenmeisterei gibt grünes Licht, allerdings sind sich die Gemeinden über die Finanzierung nicht einig.

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Der geplante Kreisverkehr in Außermanzing sorgt weiterhin für Diskussionsstoff in den Gemeinden Altlengbach und Innermanzing. Kürzlich ereignete sich nämlich genau an jener Stelle wieder ein Unfall.

Bürgermeister Michael Göschelbauer informiert über den derzeitigen Stand der Dinge: „Wir hatten ein Gespräch mit dem Straßenmeister. Dieser meinte, dass der Baubeginn für den Kreisverkehr noch in diesem Jahr erfolgen könnte.“

Finanzierung noch unklar

Allerdings gibt es ein Problem, das die Bauarbeiten verzögern könnte: Man ist sich über die Finanzierung nicht einig. Die Kosten für den Kreisverkehr kommen auf 250.000 Euro, davon würde 150.000 Euro das Land übernehmen. „Für die restlichen 100.000 Euro sollen die Gemeinden Altlengbach und Innermanzing aufkommen“, so Göschelbauer. Innermanzings Bürgermeister Ernst Hochgerner fordert, dass jede Gemeinde 50 Prozent der Kosten übernimmt.

Nicht so viel für den Kreisverkehr bezahlen will allerdings die Altlengbacher SPÖ-Fraktion. Vorstellen kann sich Vizebürgermeister Wolfgang Luftensteiner, dass Altlengbach die Kosten für den Geh- und Radweg übernimmt, der ebenfalls mit dem Kreisverkehr errichtet werden soll. „Das wären 25.000 Euro, von diesem Geh- und Radweg würden auch die Altlengbacher profitieren“, so Luftensteiner. Den Rest – also 75.000 Euro – soll Innermanzing bezahlen, geht es nach Luftensteiner.

Förderung vom Land nutzen

VP-Bürgermeister Göschelbauer gibt zu bedenken: „So viel Förderung vom Land werden wir nicht mehr für einen Kreisverkehr bekommen. Wenn wir diese Gelegenheit nicht nutzen, dann bekommt das Geld eine andere Gemeinde.“ Ein Kreisverkehr würde, laut Göschelbauer, auch für die Altlengbacher maßgeblich zur Verkehrssicherheit beitragen.

„Ich habe vor diesen Punkt in der kommenden Gemeinderatssitzung am Dienstag, 15. September, zu behandeln“, informiert Göschelbauer und appelliert an die Opposition „verantwortungsvoll zu entscheiden“.

Luftensteiner glaubt nicht, dass schon in der nächsten Sitzung abgestimmt wird, „zu viele Dinge sind noch ungewiss.“