Erstellt am 03. November 2015, 05:02

von Birgit Kindler

Kreisverkehr kommt fix. Auch die SP-Fraktion stimmte jetzt mehrheitlich für eine Finanzierung von 50.000 Euro, dafür soll sich Innermanzing an Kosten für die Rettungsstelle beteiligen.

Bei der Ortseinfahrt zu Altlengbach wird schon bald ein Kreisverkehr errichtet werden.  |  NOEN, Ernst Klement

Lange wurde diskutiert, jetzt ist es fix. Der Kreisverkehr bei der Ortseinfahrt Altlengbach wird gebaut und Altlengbach übernimmt 50.000 Euro der Kosten, das wurde in der Gemeinderatssitzung mehrheitlich beschlossen. Für die restlichen 50.000 Euro kommt Innermanzing auf, 150.000 Euro zahlt das Land NÖ.

Das Thema Kreisverkehr sorgte im Vorfeld für heftige Debatten, da die Altlengbacher SP-Fraktion gegen eine so hohe finanzielle Beteiligung war, weil der geplante Kreisverkehr auf Innermanzinger Gemeindegebiet liegt.

„Wir haben einen Kompromiss ausgearbeitet"

Was die SP jetzt dennoch zustimmen ließ, erklärt Vizebürgermeister Wolfgang Luftensteiner: „Wir haben einen Kompromiss mit dem Innermanzinger Bürgermeister Ernst Hochgerner ausgearbeitet. Er hat zugesagt, sich an den Kosten für die Rettungsstelle zu beteiligen, dafür zahlen wir 50.000 Euro zum Kreisverkehr.“ Hochgerner soll versprochen haben, 9.000 Euro zur Sanierung der Tore und 5.000 Euro zur Finanzierung eines Rettungsautos beizusteuern. „Diese Bereitschaft, sich an den Kosten der Rettungsstelle zu beteiligen, hat es von Innermanzing vorher nicht gegeben“, so Luftensteiner.

Verärgert darüber, dass Altlengbach jetzt doch 50.000 Euro zahlen will, zeigte sich FP-Gemeinderat Wilhelm Singer: „Jetzt lacht sich Hochgerner ins Fäustchen. Er zahlt die 14.000 Euro für die Rettung, die er sowieso schuldig ist und bekommt 50.000 Euro für den Kreisverkehr.“ Hochgerner will dazu noch nicht viel sagen: „Wir brauchen erst einmal einen gültigen Gemeinderatsbeschluss.“ Singer gibt außerdem dem Führungsteam der VP die Schuld an dieser „Ungeschicklichkeit“, das unbedingt einmal eine Idee verwirklichen wollte und „sich vorher nicht einmal erkundigte, auf welchem Gemeindegebiet der Kreisverkehr liegen würde“, so Singer. Außerdem betonte er, dass man mit den 50.000 Euro bereits 100 Gemeinderatssitzungen im Internet übertragen könnte. In der vorletzten Gemeinderatssitzung brachte Singer diesbezüglich einen Dringlichkeitsantrag ein. Bürgermeister Michael Göschelbauer erklärte, dass das billigste Angebot für Sitzungsübertragungen 500 Euro betrug. „Ich glaube, das ist zu teuer“, so Göschelbauer dazu.

„Live-Übertragungen wichtiger ?"

VP-Vizebürgermeister Daniel Kosak betonte: „Ihnen sind also Live-Übertragungen wichtiger als die Sicherheit der Leute. Glauben Sie, wir wissen nicht, wo die Gemeindegrenzen sind?“ Außerdem stehe die VP nicht für Kirchturmdenken, sondern für die Bereitschaft zur Partnerschaft. Singer entgegnete: „Sie manipulieren! Es geht nicht um die Notwendigkeit des Kreisverkehrs, sondern darum, wie viel Geld die Steuerzahler aufbringen müssen.“ Gegen die Beteiligung von 50.000 Euro stimmten FP-Gemeinderat Wilhelm Singer und SP-Gemeinderat Franz Tüchler. Hasan Özcicek (SP) enthielt sich.