Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:48

von Renate Hinterndorfer

„Man ist machtlos“. Bäume bei Bahn wurden umgeschnitten, ärgert sich Ingrid Tratberger. Laut ÖBB war das aus Sicherheitsgründen notwendig.

Bäume bei Bahn wurden umgeschnitten, ärgert sich Ingrid Tratberger. Laut ÖBB war das aus Sicherheitsgründen notwendig.  |  NOEN, Hell

Manche Anrainer freuen sich, weil es jetzt heller ist, aber Sigrid Tratberger ist schwer verärgert: „30 Bäume mit einem Durchmesser von 35 Zentimetern wurden abgeholzt. Ich habe jetzt mehr Lärm. Wenn Züge im Bahnhofsbereich stehen ist es nicht lustig.“ Die Bäume seien außerdem ein schöner Sichtschutz gewesen. Früher habe man nur die Äste zurückgeschnitten, dass jetzt Bäume umgeschnitten wurden, ist für Tratberger nicht nachvollziehbar: „Aber man ist ja machtlos. Wenn man das in Wien macht, kommen die Grünen.“

Von Seiten der ÖBB wird erklärt, dass eine Fachfirma beauftragt wurde, die Bäume zu begutachten. Dabei sei festgestellt worden, dass ein Teil der Bäume aufgrund des gesundheitlichen Zustandes auf jeden Fall gefällt werden muss und auch die „gesünderen“ Bäume im Falle eines Schneedruckes der Last nicht standhalten könnten. Das stelle eine Gefahr für den Bahnbetrieb sowie auch eine Gefahr für Dritte dar. „Außerdem ragten die Bäume teilweise bereits in die Oberleitung und traten mit dieser ständig in Berührung“, erklärt Pressesprecher Christopher Seif.

Und weiter: „Das heißt, im Sinne der Sicherheit aller und eines sicheren, gefahrlosen Bahnbetriebes waren diese Maßnahmen aufgrund einer Experten-Expertise notwendig.“ Eine mögliche Nachpflanzung werde man sich ansehen.