Erstellt am 09. Februar 2016, 05:33

von Renate Hinterndorfer

Mit Strom auf der Straße. In der Leaderregion Elsbeere Wienerwald will man den Einsatz von Elektrofahrzeugen forcieren. Die bisherigen Erfahrungen sind unterschiedlich.

Beim Neulengbacher Bauhof wird derzeit ein Elektroauto getestet. Die ersten Erfahrungen sind positiv, freuen sich Matthias Zawichowski von der Klima- und Energiemodellregion, Stadtamtsdirektor Leopold Ott, Bürgermeister Franz Wohlmuth und Bauhofleiter Josef Eckl.  |  NOEN, Gemeinde

Anruf genügt - und das weiße Elektroauto kommt angebraust. Lautlos natürlich. 2000 Fahrten mit dem Eichgrabener Elektromobil wurden seit September bereits gefahren. Mitfahren kann, wer Mitglied im gemeinnützigen Verein „ElektroMobil Eichgraben“ ist und einen kleinen monatlichen Mitgliedsbeitrag zahlt. Startklar ist das Elektromobil von Montag bis Samstag von 7.30 bis 22.30 Uhr.

130 Mitglieder zählt der Verein schon, freuen sich Obmann Johannes Maschl und sein Stellvertreter Michael Pinnow. 55 Mitglieder stehen als ehrenamtliche Fahrer zur Verfügung. Im September wurde der Probebetrieb gestartet, jetzt geht das Projekt in den Regelbetrieb. „Wir bieten Mobilität für alle. Für Kinder, für Jugendliche, für ältere Menschen“, betont Michael Pinnow. Am häufigsten sind Fahrten zum Einkaufen oder zum Arzt. Wenn das Interesse weiter wächst, wird im Lauf des Jahres überlegt, ob ein zweites Fahrzeug in Betrieb genommen wird.

Drei Car-Sharing-Projekte in Wienerwaldregion

Nicht nur in Eichgraben wird auf E-Mobilität gesetzt. In der Region Wienerwald gibt es drei Car-Sharing-Projekte mit Elektrofahrzeugen, und zwar in Maria Anzbach, Böheimkirchen und Neulengbach. „Auch andere Gemeinden zeigen durchaus Interesse“, sagt Bernhard Hölblinger von der Klima- und Energiemodellregion. Die Fördermöglichkeiten seien gut. Ziel sei es, in jeder Gemeinde eine Ladestelle zu haben: „Da sind wir auf dem besten Weg.“

Vor dem Neulengbacher Rathaus steht seit September ein Elektroauto des Vereins fahrvergnügen.at für die Bevölkerung und lokale Betriebe zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Die Gemeinde hat eine Stromtankstelle errichtet und beteiligt sich auch aktiv an der Nutzung des Elektroautos. „Sechs Gemeindebedienstete absolvieren damit umweltfreundlich ihre Dienstfahrten“, freut sich Matthias Zawichowski von der Klima- und Energiemodellregion.

Weitere Mitglieder willkommen

Weitere Mitglieder sind willkommen und können sich beim Verein fahrvergnügen.at anmelden. Bei entsprechendem Interesse könnte ein weiteres Fahrzeug an einem anderen Parkplatz zur Verfügung gestellt werden.

Beim Neulengbacher Bauhof wird derzeit ein Elektroauto getestet. Bauhofleiter Josef Eckl hat mit dem Renault Kangoo bis jetzt gute Erfahrungen gemacht.

Wenig Bedarf in Maria Anzbach

Nicht überragend läuft das E-Mobil-Angebot in Maria Anzbach: „Recht ausgelastet ist unser Auto nicht. Vielleicht liegt es daran, dass unser Ort sehr weitläufig ist. Wer zum Beispiel in Burgstall wohnt, der braucht kein E-Auto, das im Ortszentrum steht“, so Bürgermeisterin Karin Winter.