Erstellt am 28. Oktober 2015, 16:42

von Eduard Riedl

Neuer Altar geweiht. Diözesanbischof Klaus Küng nahm die Weihe vor und war voll des Lobs für die Arbeit von Glasermeisterin Claudia Marton.

 |  NOEN, Riedl

Die Weihe des neuen Altares nahm der St. Pöltener Diözesanbischof Klaus Küng vor. In seiner Predigt verglich er den Ritus der Altarweihe mit der Taufe, die Symbole des Wassers und die Salbung mit Chrisam-Öl standen im Mittelpunkt einer beeindruckenden Feier, die man nur selten erlebt. Musikalisch umrahmt wurde das Fest vom Kirchenchor unter der Leitung von Erich Schwab.

Bei der Zeremonie wurden drei Reliquien in einen Stein vor dem Altar eingeschlossen, und zwar vom Heiligen Hippolyt, von der Heiligen Therese von Lisieux und vom Heiligen Papst Pius.

Der Altar wurde von Claudia Marton mit Glas gestaltet, nach einem Psalm aus der Bibel „Alle meine Quellen entspringen in dir, mein Gott“.

Bibeltext sorgte für Idee

„Ich arbeite schon 30 Jahre für die Kirche, aber es ist der erste Altar, den ich gestaltet habe. Als ich das erste Mal in der Kirche war und den Bibeltext gehört habe, hatte ich gleich eine Idee im Kopf“, berichtet die Glasermeisterin. Das Bild am Altar zeigt die Quelle des Lebens, genährt durch das Wasser und das Weizenkorn. Beim Ambo hat Claudia Marton die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes mit ihren Symbolen verarbeitet.

Lob für neuen Altar

Diözesanbischof Klaus Küng war voll des Lobes über den gelungenen Altar und Ambo und gratulierte der Landesinnungsmeisterin der Glaser. Auch den Kirchenbesuchern gefällt der neu gestaltete Altarraum.

Am Schluss der Feier dankte Pfarrer Wilhelm Schuh allen Mitwirkenden der Feier: „Mit der Weihe des neuen Altars und des Ambo ist der zweite Teil der Kirchenrenovierung abgeschlossen. Dazu hatte Diözesanbischof Küng bei der Visitation den Anstoß gegeben.

Die geistigen Väter des Altares sind der leider schon verstorbene Karl Krauskopf und Bernhard Wurst.“ Sie haben Claudia Marton zuerst über das Internet, dann persönlich kennengelernt und anschließend auch in Hainfeld besucht. Bernhard Wurst hatte die Bauleitung und Zeitplanung über. „Er war die meiste Zeit in der Kirche und hat erst mit dem letzten Arbeiter die Kirche zugesperrt. Dafür ein herzliches Dankeschön“, so Pfarrer Wilhelm Schuh.

Nach der Festmesse waren die Kirchenbesucher zu einer Agape vor der Kirche eingeladen. Die Ministranten überreichten allen ein Lesezeichen.