Erstellt am 21. September 2015, 15:25

von Lisa-Maria Seidl

"Neues Herzstück der Dichtergemeinde". Im Sommerhaus von W. H. Auden wurde ein Museum eingerichtet. Für die Eröffnung reisten zahlreiche Gäste an.

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Über 15 Jahre lang verbrachte der britisch-amerikanische Dichter Wyston Hugh Auden den Sommer in seinem Haus in Hinterholz 6 und wurde schließlich auf seinen Wunsch hin auch dort begraben.

Jetzt wurde ein kleines aber feines Museum eingerichtet. In der neuen, liebevoll gestalteten Ausstellung erhalten die Besucher einen Einblick in das Leben und Wirken des Dichters.

"Nicht nur Gast in der Gemeinde"

„Auden wollte nicht nur Gast sein in der Gemeinde, sondern er suchte die Annäherung und den Kontakt zu den Menschen. Er ging in Kirchstetten in die Kirche, ins Wirtshaus und zum Einkaufen“, erzählte Gabriele Ecker von der Abteilung für Kunst und Kultur des Landes bei der Eröffnung. Der Gemeinde Kirchstetten und ihren Einwohnern sowie auch seinem Dichterkollegen Josef Weinheber widmete Auden einige seiner Gedichte. Bürgermeister Paul Horsak bezeichnete die neugestaltete Gedenkstätte als „neues Herzstück der Dichtergemeinde“. Umrahmt wurde die Feier von den musikalischen Beiträgen der Musikerin Viola Falb. Schauspieler Herbert Eigner stimmte die Gäste mit dem Vortrag von einigen von Audens Gedichten auf den Besuch der Ausstellung ein.