Neulengbach

Erstellt am 04. Juli 2017, 04:37

von Renate Hinterndorfer

Debatte um Klosterberg. Dass Kostenüberschreitung bei Baustelle thematisiert wird, können nicht alle Gemeindepolitiker nachvollziehen.

Die Baustelle im Stadtzentrum sorgt für Diskussion.  |  NOEN, Dietl

Verwundert über Medienberichte zur Klosterberg-Baustelle zeigte sich SP-Stadtrat Josef Fischer in der Gemeinderatssitzung. „Ich verstehe nicht, wieso das so negativ betrachtet wird. Es ist unerfreulich, wenn es zu Mehrkosten kommt. Aber es ist alles in Beschlüssen gedeckt. Es verwundert mich, dass deswegen die Presse anruft und manche Gemeinderäte das so komisch finden.“

Das Klosterberg-Projekt wird wie berichtet um etwa 200.000 Euro mehr kosten als ursprünglich geplant. FP-Gemeinderat Peter Matzel betonte, dass er mehrfach von Bürgern auf das Projekt und Kosten angesprochen worden sei: „Keiner hat gestichelt. Das kommt von Menschen, die sich Gedanken machen. Und das ist ja nicht das erste Projekt, wo die Kosten steigen. Darauf sollte man schon mehr schauen. Das heißt ja nicht, dass man das Projekt in Frage stellt.“

„Ich stimme heute leider Peter Matzel zu.“

Michaela Rauschka von den Grünen

Neos-Gemeinderätin Michaela Schmitz betonte, dass sie von vielen Leuten positive Reaktionen zur Neugestaltung des Klosterbergs bekommen habe. Ähnliche Erfahrungen hat auch SP-Stadträtin Beate Raabe-Schasching gemacht: „Ich habe positive Rückmeldungen bekommen. Das liegt auch daran, wie man ein Bauvorhaben besorgten Bürgern erklärt.“ Gemeinderätin Michaela Rauschka von den Grünen sagte: „Ich stimme leider heute Peter Matzel zu. Es hat im Vorfeld Kommunikationsprobleme gegeben. Wir als Gemeinde haben schlecht kommuniziert.“ Das Projekt sei immer als Radweganbindung bezeichnet worden, obwohl viel mehr Maßnahmen gesetzt werden.

Abgesehen vom Radweg und Radabstellanlagen entstehen Parkplätze, eine Busbucht und eine E-Tankstelle. Weiters wird die Straßenbeleuchtung erneuert und der Kirchenplatz barrierefrei gestaltet. „Es ist viel dazugekommen“, so VP-Ortschef Franz Wohlmuth. Und: „Mag sein, dass es schlecht kommuniziert war, das ist oft aber auch ein fördertechnisches Problem.“