Neulengbach

Erstellt am 08. Dezember 2017, 02:22

von NÖN Redaktion

Den Kindern zuliebe 40 Jahre als Nikolaus unterwegs. Seit vielen Jahren schlüpft Ewald Furtmüller in die Rolle des mildtätigen Heiligen mit Mitra und Bischofsstab.

Ewald Furtmüller absolviert wieder viele Termine alsNikolaus.  |  NOEN, Dietl

Seit 1977 ist Ewald Furtmüller als Nikolaus im Einsatz. „Nachdem ich im Frühjahr 1977 an die Allgemeine Sonderschule nach St. Christophen kam, hatte ich bereits im folgenden Spätherbst meinen ersten Nikolausauftritt“, erinnert er sich. Die Kleider lieh er sich von Pfarrer Wiltschko und sein erster Auftritt war bei Kindern von Verwandten und Freunden in Böheimkirchen.

Lustiges Detail: „Hatten wir vorerst gedacht, der ältere, fünfjährige Bub würde mich erkennen und der zweieinhalbjährige nicht, so hatten wir uns gewaltig getäuscht.“ Schon beim Kommen meinte der Jüngere: „Das sind ja die Stiefel vom Ewald“. Der Ältere aber kippte sofort in seine magische Vorstellungswelt und stand wie verzaubert da.

Bote der Nächstenliebe, Schutzpatron der Kinder

In den folgenden Jahren war Furtmüller immer in der Schule in St. Christophen der Nikolaus und seither auch in der Pfarrkirche Neulengbach. Einige Jahre lang besuchte Ewald Furtmüller zudem eine Seniorengruppe beim Roten Kreuz. Weiters kam er ungefähr 20 Jahre lang zu verschiedenen Familien in der Pfarre.

„Das gab ich dann aber auf, da es unheimlich anstrengend ist, immer wieder aufs Neue auf verschiedene Kinder und vor allem Elternwünsche einzugehen, zumal die meisten Eltern von mir den traditionellen Nikolaus, den Fehler wissenden, belehrenden, haben wollten.“ Der Pädagoge verstand sich aber von Anfang an als Bote jenes Nikolaus, der aufgrund seiner Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft vielen Menschen und vor allem Kindern aus Nöten half. „Deshalb ist er ja auch der Schutzpatron der Kinder“.