Neulengbach

Erstellt am 23. Mai 2017, 05:25

von Beate Riedl

Ehrenamtliches Engagement: „Die Kräfte bündeln“. Asylwerber in der Kaserne wurden (und werden) von der Initiative „Neulengbach hilft“ unterstützt. Das Engagement ist auch nach der Schließung des Heimes ungebrochen.

Ende August wird die Flüchtlingsbetreuung in der Kaserne beendet.  |  NOEN, Hinterndorfer

Deutschkurse, Freizeitaktivitäten, Kleidung organisieren, Fahrtendienste, Lernclubs und vieles mehr – die Initiative „Neulengbach hilft“ hat Flüchtlinge unterstützt, wo es nur ging. Das Engagement ist mit der Schließung der Kaserne (die NÖN berichtete) aber nicht vorbei: Die Freiwilligen wollen weiterhin helfen. Die von Heinz Prochazka gegründete Bürgerinitiative „Neulengbach hilft“ und der Verein „Soziales Miteinander im Wienerwald“, den Judith Aschenbrenner und ihr Team ins Leben gerufen haben, werden ihre Kräfte bündeln. „Die Idee, die Unterstützung vom Thema Flüchtlingshilfe auch auf sozial bedürftige Einheimische auszuweiten gibt es bei ‚Neulengbach hilft‘ schon lange“, sagt Prochazka. Auch das Team von „Soziales Miteinander im Wienerwald“, das den Tauschladen „Karussell“ in Maria Anzbach betreibt, arbeitet seit Anbeginn in diese Richtung. Nun sei es ein logischer nächster Schritt, die beiden Initiativen zusammen zu führen.

Weiterhin aktiv über die Gemeindegrenzen

Das Forum (www.neulengbachhilft.at) werde auch seine Funktion als Kommunikations- und Organisationsplattform beibehalten. Name und Logo werden aber verändert, um die Kooperation auch nach Außen hin sichtbar zu machen, das wurde bei einem Treffen in der Vorwoche besprochen.

„Das private Engagement von vielen Menschen aus Neulengbach und der vielen weiteren Helfer aus der Region ist ungebrochen. Auch wenn das Flüchtlingswohnhaus im August schließt, gibt es weiterhin viel zu tun. Wir möchten unsere Aktivitäten über die Gemeindegrenzen hinweg ausweiten und haben mit dem Verein ‚Soziales Miteinander im Wienerwald’ den idealen Partner gefunden“, freut sich Prochazka. Auch Aschenbrenner betont die Synergieeffekte: „Gemeinsam sind wir noch stärker und werden in Zukunft viele gemeinsame Projekte in der Region verwirklichen können, die Einheimischen ebenso zugute kommen werden, wie Geflüchteten.“

Die vielen bereits vorhandenen Ideen (Kursangebote, Nähnachmittage,...) werden in den kommenden Wochen diskutiert, um möglichst bald in die konkrete Umsetzungsphase treten zu können. Die derzeit dringlichste Aufgabe ist das Finden eines gut zugänglichen Platzes, für die von der Gemeinde Altengbach dem „Karussell“ zur Verfügung gestellten Container, die zur Lagerung von Möbeln dienen werden.