Neulengbach

Erstellt am 11. Oktober 2016, 05:25

von Renate Hinterndorfer

Hochwasserschutz ist wichtig für die Bürger. Projekt Kirschnerwald kann endlich in Angriff genommen werden.

Hier wird das Rückhaltebecken gebaut, in weiterer Folge werden dann die desolaten Straßen saniert, erläutert Bürgermeister Franz Wohlmuth.  |  NOEN, rh

Die NÖ Landesregierung hat ein weiteres Hochwasserschutzprojekt in Neulengbach genehmigt. Landesrat Stephan Pernkopf betont die Wichtigkeit des Hochwasserschutzbaus in den Gemeinden: „Mit unserem Ausbauprogramm haben wir seit 2002 bereits 255 Gemeinden sicherer gemacht.“

In Neulengbach wird am Kirschnerwaldbach ein Rückhaltebecken mit einem Fassungsvolumen von etwa 63.000 Kubikmetern errichtet. „Das Grundstück ist gesichert. Wir werden im nächsten Budget Mittel für die Planung und vielleicht für einen Teil der Umsetzung vorsehen. Heuer passiert nichts mehr“, sagt Bürgermeister Franz Wohlmuth. Spätestens im Jahr 2018 soll das Projekt realisiert werden.

Mit diesem Hochwasserschutz sind zukünftig 19 Objekte bis zu einem 100-jährlichen Hochwasserereignis geschützt. Die Gesamtkosten von rund 1,33 Millionen Euro teilen sich das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, das Land Niederösterreich sowie die Stadtgemeinde Neulengbach. „Der Gemeindeanteil sind zehn Prozent“, berichtet der Ortschef.

Straßen sind in desolatem Zustand

Er ist froh, dass beim Hochwasserschutz jetzt etwas weitergeht. Und: „Die Bürger werden sich freuen. Denn durch den Bau des Rückhaltebeckens werden auch weitere Maßnahmen wie der Ausbau des Kanals und die Straßensanierung im Bereich Kirschnerwald möglich. Wir können das sukzessive neu gestalten, das ist für die Bürger total wichtig.“ Mazettistraße, Maderspergergasse oder Schöffelstraße sind teilweise total kaputt. „Momentan ist in dem Bereich eine unbefriedigende Situation. Die Straßen sind in einem nicht mehr tragbaren Zustand. Da ist nirgends eine Entwässerung“, so Wohlmuth. „Aber bevor wir nicht das Rückhaltebecken haben, können wir keine Oberflächenentwässerung machen, weil wir dafür keine Genehmigung bekommen.“