Erstellt am 19. August 2016, 16:19

von Christine Hell

Kutschenfahrten: „Pferde sind mein Hobby“. Anton Sonnleithner hat schon als Kind mit Pferden gearbeitet, vor 35 Jahren hat er mit der Pferdehaltung begonnen, für Feierlichkeiten werden die Noriker eingespannt.

Die beiden Noriker „Michl“ und „Bergbauer“ von Anton und Gertrude Sonnleithner sind an den Straßenverkehr gewöhnt. Mit der Hochzeitskutsche waren das Brautpaar Magdalena Huber und Kurt Berndl sowie Rosemarie Huber-Marsam zum Standesamt Neulengbach unterwegs.  |  NOEN, Christine Hell

Zahlreiche Erinnerungsfotos von den „Ausflügen“ mit den beiden Norikern hängen im Vorhaus der Sonnleithners. „In den Jahren 2001, 2002 und 2008 waren wir mit unseren Norikern in St. Johann im Pongau beim Dreiländer-Rosserertag der Fuhrmannsgassler Schnalzer, wo 120 Kutschengespanne aus Österreich, Deutschland, Schweiz und Südtirol dabei waren“, berichtet Anton Sonnleithner stolz. „Das war jedes Mal ein tolles Erlebnis und es sind dabei wunderbare Freundschaften entstanden“, fügt Gattin Gertrude hinzu.

Die zwei Norikerpferde „Michl“ und „Bergbauer“ werden auch für Jubiläen und für Hochzeiten eingespannt. Begonnen hat es damit, dass eine Bekannte etwas Besonderes zur Feier ihrer Goldenen Hochzeit gesucht hat. Die Kutsche wurde kurzerhand ausgeborgt. Diese Idee schlug wahrlich ein, denn danach traten immer wieder Freunde und Bekannte mit dem Wunsch einer Kutschenfahrt an die Sonnleithners heran und es wurden eine eigene Hochzeitskutsche und eine Kutsche für mehrere Mitfahrer angekauft. Es sei wunderschön, mit dem Pferdegespann unterwegs zu sein, aber schon mit einer Menge Arbeit verbunden, die Pferde auf Hochglanz zu bringen. Vor einer Ausfahrt mit Jubelpaaren werden die Rösser geputzt und mit lauwarmen Wasser gewaschen, das Geschirr wird gereinigt und aufpoliert.

„Mähne und Schweif der Pferde waschen wir mit weißer Schmierseife, damit sie bei der Ausfahrt wunderschön blond glänzen.“

Anton Sonnleithner, Inprugg

Noriker „Michl“ ist aus Michelbach, „Bergbauer“ stammt aus einem Hof im Salzburger Bad Gastein, die beiden Pferde sind zehn Jahre alt.

„Ich habe bereits als Bub gerne mit Pferden gearbeitet“, berichtet Anton Sonnleithner, seine Gattin sei erst nach und nach in dieses Hobby hineingewachsen. Die nächsten „Auftritte“ mit den Norikern sind bereits fixiert: „Michl“ und „Bergbauer“ sind am Neulengbacher Erntedankfest und beim Pferdefest in Kasten zu sehen.