Neulengbach

Erstellt am 30. August 2016, 04:30

von Renate Hinterndorfer und Katharina Dietl

Kinderbetreuung: 360.000 Euro investiert. Das ehemalige Gasthaus Holzschuh wurde komplett umgebaut. Beim Tag der offenen Tür konnte das Projekt besichtigt werden, am 5. September startet der Betrieb.

Stadtrat a.D. Helmut Tschernitz, Stadtamtsdirektor Leopold Ott, Stadtrat Ferdinand Klimka, Gemeinderätin Magdalena Hajek mit Nachwuchs, Gemeinderat Michael Hütter, Bürgermeister Franz Wohlmuth, Stadträtin Barbara Löffler, Gemeinderat Karl Hollaus, Stadträtin Maria Rigler, Gemeinderätin Michaela Rauschka, Gemeinderat Florian Steinwendtner, die Pädagoginnen Marianne Hochgerner und Jennifer Riedinger, Manfred Korntheuer vom Planungsbüro NEUKOM und der Leiter der allgemeinen Verwaltung der Stadtgemeinde Reinhard Hubauer standen den Besuchern gerne Rede und Antwort.  |  NOEN, Dietl

Nach 162 Jahren wird das Gebäude des ehemaligen Gasthaus Holzschuh einer neuen Bestimmung zugeführt.

Vergangenen Montagnachmittag öffnete die neue Kleinkinderbetreuungseinrichtung beim Tag der offenen Tür erstmals ihre Pforten. Eltern samt Nachwuchs, Kindergartenpädagoginnen der Stadt, Anrainer und Freunde, die Familie Holzschuh, die sich schon sehr auf den angenehmen Kinderlärm freut – „was Lauteres als Wirtshauslärm gibt es nicht“ - und ehemalige Stammgäste überzeugten sich von der gelungenen Umsetzung des Projekts.

Bürgermeister Franz Wohlmuth freute sich gemeinsam mit den Stadt- und Gemeinderäten über das „jüngste Kind“ in der Reihe vieler Vorhaben. Er lobte das Engagement und die gute Zusammenarbeit der Regionalpolitiker. Der Zeitrahmen bis zur Fertigstellung war ambitioniert gesteckt: Im Dezember 2015 wurde die beliebte Gaststätte geschlossen, danach begannen die Ausräumarbeiten und ab März startete der Umbau.

"Zeitplan wird gut eingehalten werden"

„Trotz der vielen Überraschungen, die beim Umbau ans Tageslicht kamen, konnte der Zeitplan gut eingehalten werden“, freut sich Manfred Korntheuer, dessen Planungsbüro Neukom mit dem Umbau und der Einrichtung betraut wurde.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 360.000 Euro, wobei das Land das Projekt großzügig unterstützt.

Stadträtin Maria Rigler schilderte beim Tag der offenen Tür, dass der ehemalige Stadtrat Helmut Tschernitz sie auf die Idee dieses Standortes brachte. Kaum ein Besucher ließ es sich nehmen, die kleinen Sessel zu testen, um festzustellen, dass sie zwar herzig anzusehen sind, aber dafür nicht den besten Komfort für Erwachsene bieten.

"Es war gar nicht einfach, Pädagoginnen zu finden“

Natürlich probierten auch die jüngsten Besucher die Ausstattung, wie die Kuschelecke oder die Rutschen aus. Außerdem durften sie sich mit einem Acryl-Handabdruck auf einem Willkommens-Banner verewigen. Nach der Besichtigung gab es ein gemeinsames Luftballonsteigenlassen am Vorplatz.

Die Kinderbetreuung umfasst einen großzügigen Eingangsbereich, zwei Krabbelgruppen, die jeweils Platz für 15 Kinder bieten, einen Bewegungsraum, einen altersadäquat gestalteten Garten, einen Wickelraum, ein Büro und eine Küche.

Ab 5. September startet der Betrieb mit sechs Schützlingen im Kleinkindalter. Die Rahmenöffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr. Jennifer Riedinger und Marianne Hochgerner betreuen die Kinder.

„Es war gar nicht einfach, Pädagoginnen zu finden“, berichtet Stadträtin Maria Rigler. Sie ist voll des Lobs für die zwei Betreuerinnen: „Sie sind so engagiert und haben sich schon im Vorfeld eingebracht. Sie haben überlegt, was sie an Ausstattung und Spielmaterial brauchen, sie haben Einladungen für den Elternabend gestaltet und die Eltern beraten. Das ist sehr positiv“, freut sich Maria Rigler.

14 Kinder sind angemeldet

Im Moment gibt es 14 Anmeldungen für die neue Neulengbacher Kinderbetreuungseinrichtung. 15 Kinder sind die Obergrenze für eine Gruppe, ab 16 Kinder müsste es eine zweite Gruppe geben. Anmeldung und Einstieg in die „KiBe“ ist auch unter dem Jahr jederzeit möglich, solange ausreichend Plätze vorhanden sind.