Neulengbach

Erstellt am 02. August 2017, 05:32

von Christine Hell

Projekt für Kranke: Hilfe für Tansania. Doris und Martin Kellerer engagieren sich für Menschen in Ostafrika. Buch einer Wiener Ärztin gab den Ausschlag.

Der Neulengbacher Zahnarzt Martin Kellerer (r.) mit Gattin Doris (l.) und der Wiener Ärztin Christine Wallner.  |  Privat

Doris und Martin Kellerer organisieren derzeit eine Medikamentenlieferung für Tansania. Interesse und Engagement für dieses arme ostafrikanische Land entstanden durch ein Buch, das die Wiener Ärztin Christine Wallner über ihre Arbeit geschrieben hat: „Mama Alama, die weiße Heilerin“.

Die beiden Neulengbacher waren vom Projekt Christine Wallners derart fasziniert, dass sie beschlossen, nach Tansania zu reisen, um ihr Schaffen vor Ort kennenzulernen. Mit im Gepäck hatten die beiden im vorigen August eine Menge Medikamente, die in der tansanischen Station dringend benötigt wurden. „Im Amini-Projekt arbeiten Christine Wallner und ihre Tochter als Ärztinnen. Wir hatten die Gelegenheit, das unglaublich strukturierte und gut durchdachte System der medizinischen Versorgung kennenzulernen“, sind Martin und Doris Kellerer beeindruckt: „Von der Erstuntersuchung über Labor, Ultraschall, Operationstrakt, Geburtenstation bis zur Medikamentenausgabe ist alles vor Ort.“ Die Bevölkerung kommt oft von sehr weit her in dieses Zentrum, um sich ärztlich versorgen zu lassen.

„Wir sind mit dem tiefen Gefühl der Dankbarkeit, in Österreich leben zu dürfen, zurückgekehrt.“ Doris Kellerer nach der Reise nach Tansania im Vorjahr

Besonders die Zahnstation war für den Neulengbacher Zahnarzt von großem Interesse. „Die Ausstattung ist völlig anders als man das hier in Österreich gewohnt ist“, resümiert der Mediziner.

„Christine Wallner hat uns auch Waisenhaus, Kindergarten, Schule und die Handwerksprojekte für Frauen und Männer gezeigt, es ist ein tolles Projekt, das inzwischen von namhaften Medizinern unterstützt wird“, berichtet Doris Kellerer. Und weiter: „Nach diesen Tagen inmitten von Staub, Steinwüste und wenig Wasser sind wir nach Österreich zurückgekehrt, mit dem tiefen Gefühl der Dankbarkeit, in Österreich leben zu dürfen, sauberes Wasser und eine erstklassige medizinische Versorgung zu haben.“

Die beiden wollen Menschen Mut machen, beim Projekt mitzumachen: „Ärzte, Pflegekräfte, Pädagogen sind willkommen: www.africaaminialama.com.“