Neulengbach

Erstellt am 12. April 2017, 12:56

von Renate Hinterndorfer

Tafel: 40 Tonnen Lebensmittel verteilt. Tolle Bilanz - Helfer des Roten Kreuzes organisieren jede Woche die Ausgabe von Brot, Obst und Gemüse an rund 200 Abnehmer.

 |  NOEN, Erwin Wodicka - BilderBox.com (Erwin Wodicka - BilderBox.com)

Jeden Samstag sind ehrenamtliche Mitarbeiter des Neulengbacher Roten Kreuzes unterwegs und holen von zwölf Betrieben in der Region Lebensmittel für die Team Österreich Tafel ab.

„40 Tonnen Lebensmittel konnten im Vorjahr an bedürftige Menschen verteilt werden“, ist man beim Roten Kreuz stolz.

„Vielleicht bekommen wir zu Ostern ein paar Schokoladeeier oder Schoko-Häschen gespendet.“Christopher Scheidl, Organisationsleiter beim Roten Kreuz

Gespendet werden die Artikel von den Neulengbacher Betrieben Lidl, Penny, Hofer und Spar, von der Bäckerei Berger aus St. Christophen, von Billa Eichgraben, von Billa und Penny in Böheimkirchen sowie von Billa, Hofer und Spar in Sieghartskirchen. „Hauptsächlich erhalten wir frisches Brot, Gebäck, Obst und Gemüse“, berichtet Christopher Scheidl, Organisationsleiter beim Roten Kreuz gegenüber der NÖN.

Ab und zu werden auch Artikel wie Zahnpasta, Duschgel oder Waschpulver zur Verfügung gestellt. Groß bei den Abnehmern ist immer die Freude, wenn es Überraschungen gibt, zum Beispiel zu Weihnachten. Scheidl: „Wenn wir bzw. unsere Klienten Glück haben, bekommen wir zu Ostern ein paar Schokoeier oder Schoko-Häschen gespendet. Darüber würden sich die Kinder der Klienten sicherlich sehr freuen.“

Zum Erfolgskonzept entwickelt

In ganz Niederösterreich wurden im Vorjahr 1.157.954 Kilogramm Lebensmittel bei der Team Österreich Tafel ausgegeben. Das Projekt von Rotem Kreuz und Hitradio Ö3 bringt Überschuss und Mangel zusammen. „Die Idee ist denkbar einfach und hat sich in den vergangenen Jahren zum Erfolgskonzept entwickelt. Überschüssige, einwandfreie Lebensmittel werden von freiwilligen Helfern und Helferinnen eingesammelt und kostenlos an jene Menschen verteilt, die Unterstützung benötigen“, erklärt Bezirksstellenleiter Johannes Hiller.

Der Bedarf sei groß: „Immerhin haben wir alleine in Neulengbach mittlerweile wöchentlich 200 Klienten und Klientinnen inklusive Familienmitgliedern, die von uns versorgt werden.“ Betroffen sind laut Hiller vor allem ältere Menschen, Personen nach der Flucht, Alleinerziehende und Mitglieder von Großfamilien, die oftmals durch den Verlust eines Arbeitsplatzes oder Krankheit in eine prekäre finanzielle Situation gerutscht sind.