Neustift-Innermanzing

Erstellt am 13. August 2016, 04:34

von Beate Riedl

Als Schlangenfrau in luftigen Höhen. Maria Gschwandtner, eine der wenigen Kontorsionistinnen Österreichs, hat in Innermanzing ihre neue Heimat gefunden.

NÖN, Bernhard Klestil

Maria Gschwandtner ist ein Bewegungstalent der besonderen Art, sozusagen „hyperflexibel“: Die Schlangenfrau – wie sie landläufig genannt wird – kann sich in alle erdenkliche Richtungen bewegen und verbiegen – das hat die Neo-Innermanzingerin schon in die Wiege gelegt bekommen. Bereits mit vier Jahren nahm sie Ballettunterricht und mit sieben Jahren machte sie rhythmische Gymnastik-Leistungssport, wo sie sogar zweifachen Landesmeisterin wurde.

Während ihrer Ausbildung zur Kindergartenpädagogin hat sie immer wieder Tanzschulen und Workshops besucht, um ihrer Leidenschaft nachgehen zu können. Schließlich schloss die junge Künstlerin auch noch ihre Ausbildung zur Musical- und Operettendarstellerin am Vienna Konservatorium ab. „Für meine Eltern war immer wichtig, dass ich eine abgeschlossene Ausbildung habe und auch meine Träume verwirklichen kann“, erinnert sie sich.

Vor knapp einem Jahr verschlug es die Kontorsionistin, Tänzerin, Luftartistin, Sängerin und Moderatorin nach Neustift-Innermanzing. „Wir waren auf der Sache nach einem Haus in der Nähe von Wien, und hier hat es uns sehr gut gefallen“, erinnert sich die gebürtige Vöcklabruckerin, die während ihrer Studienzeit in Wien gelebt hatte.

Mit Shows auf der ganzen Welt unterwegs

Von der Wienerwaldgemeinde aus ist sie auf der ganzen Welt unterwegs.

„Auch auf einem Kreuzfahrtschiff bekam ich schon ein Engagement“, erzählt die Künstlerin. Derzeit arbeitet sie sehr eng mit dem Circus Pikard zusammen, der im September auch in Neulengbach Station macht. Dabei zeigt sie mit einem Partner auf einem einzigartigen Requisit Luftakrobatik: „Wird werden auf einem überdimensionalen Luster zu sehen sein“, verrät die Neo-Innermanzingerin. Neben Luftakrobatik gibt es auch Duoakrobatik am Boden sowie ein Gesangsprogramm von Maria Gschwandtner zu sehen und zu hören.

Doch um derartige sportliche Höchstleistungen zu schaffen und so beweglich zu bleiben, bedarf es jede Menge Training: „Man muss intensiv daran arbeiten, dass diese Flexibilität des Körpers erhalten bleibt“, verrät Maria Gschwandtner. Dafür sei vor allem viel Kraft nötig, die kontinuierlich trainiert werden müsse. „Zwei bis drei Mal pro Woche mache ich Krafttraining über mehrere Stunden. Auch Ausdauersport wie Laufen gehört dazu“, sagt die Schlangenfrau. Immer wieder trainiert sie auch in der Turnhalle in Innermanzing, „dort kann ich ein Tuch aufhängen und trainieren.“

Und wenn Maria Gschwandtner gerade keinen Auftritt hat oder sich dafür vorbereitet, sitzt sie mittlerweile auch schon vor der Nähmaschine und entwirft ihre Kostüme für die nächste Show selbst, „ich bin auch gerne kreativ“, sagt sie.