Erstellt am 24. November 2015, 05:03

von Ernst Klement

Perchten zum Anfassen. Elf Auftritte haben heuer die Perchten von „Laabental Pass Neustift-Innermanzing“, am 5. Dezember ist ihr „Heimspiel“.

Die Innermanzinger Perchten sind in der Adventzeit überall gefragt und gastieren auch in unserer Region.  |  NOEN, Klement

Voll ausgelastet sind auch heuer wieder die Perchten aus dem Laabental. Thomas Steinmair hat den Krampuslauf und die Laabentaler Krampusse vor mittlerweile sieben Jahren ins Leben gerufen und begeistert mit dieser Tradition nun auf vielen Veranstaltungen in der Region. Eines ist ihm besonders wichtig: „Bei unseren Schauläufen sind wir hautnah zum Anfassen und zum Bestaunen da, und nicht, um die Kinder zu rügen und zu bestrafen. Meistens fürchten sich die Erwachsenen mehr als die Kinder“, erzählt Steinmair. Und der Krampuschef freut sich auch, dass viele Kinderkrampusse in seiner Perchtentruppe mit dabei sind.

Die aufwendigen Kostüme haben sich die Mitglieder selbst gekauft: „Etwa 1.000 Euro kostet eine gruselige Perchte“, berichtet Steinmair. Die aufwendigen Masken unterscheiden sich nach Figuren, dazu kommt noch eine tolle Musik- und Lichterchoreografie mit vielen pyrotechnischen Effekten.

Zehn Kilogramm am Kopf

Die Perchten sind nicht nur kostspielig, sondern auch ganz schön schwer: „Etwa zehn Kilogramm tragen wir am Kopf. Bei unseren einstündigen Schauläufen kommen wir ganz schön ins Schwitzen“. Kein Wunder, dass die Läufer nachher außer Puste sind. Im Anschluss gehört auch noch dazu, dass Erinnerungsfotos mit den Besuchern gemacht werden.

„Unser Lauf in Innermanzing ist heuer wieder am Samstag, 5. Dezember, und wir werden wieder ein tolles Spektakel mit vielen Feuereffekten bieten“, freut sich Thomas Steinmair.
Am Wochenende hatten die Laabentaler Perchten bereits ihren ersten Einsatz beim Adventzauber in Hochstraß. Am Freitag, 4. Dezember, gastieren die schaurigen Gestalten in Altlengbach und am Samstag, 12. Dezember, in Neulengbach. „Wir haben in den nächsten drei Wochen elf Auftritte in ganz Niederösterreich. Wir sind eine verschworene Gruppe und haben viel Spaß.“

Und darauf ist der Oberkrampus besonders stolz: „In all den Jahren gab es noch nie einen ärgerlichen Zwischenfall und das soll auch so bleiben. Brauchtum ist dazu da, dass es die Besucher genießen.“