Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:48

von Birgit Kindler und Renate Hinterndorfer

Polit-Debatte um das Lagerhaus. Kritik von SP-Seite am Altlengbacher Standort sorgt für Verwunderung bei VP-Ortschef und Lagerhaus-Obmann

Aussagen von Vizebürgermeister Wolfgang Luftensteiner über das Lagerhaus Altlengbach sorgen für Ärger, aber auch Unterhaltung.  |  NOEN, Klement

Lagerhaus in Altlengbach: Schandfleck ohne Zukunft?“, titelt Vizebürgermeister Wolfgang Luftensteiner in der jüngsten Ausgabe der SPÖ-Zeitung. Er kritisiert die eingeschränkten Öffnungszeiten und ein kaum ausreichendes Warenangebot. Außerdem würde das Areal von Jahr zu Jahr mehr verfallen. „Vor einigen Jahren gab es fertige Pläne für eine Kooperation von Unimarkt und Lagerhaus. Diese sind aber von Raiffeisen in letzter Minute abgelehnt worden“, sagt Luftensteiner. Er habe Bürgermeister Michael Göschelbauer gebeten, sich für eine zukunftsträchtige Lösung einzusetzen. „Dies sollte umso leichter möglich sein, als Göschelbauers Vater im Aufsichtsrat der Raiffeisen-Lagerhaus Genossenschaft Neulengbach-Tulln sitzt“, so Luftensteiner. Er stelle sich einen modernen Lagerhaus-Markt wie in Sittendorf vor.

„Ehrlich gesagt bin ich sehr amüsiert"

Verwundert über den „wüsten Rundumschlag“ seines Vorgängers zeigt sich Bürgermeister Michael Göschelbauer: „Ehrlich gesagt bin ich sehr amüsiert. Ich soll mit meinem Vater über den Lagerhaus-Standort reden, aber mein Vater ist seit der Genossenschaftsfusion Tulln–Neulengbach nicht mehr Mitglied des Aufsichtsrates. Zum anderen möchte Luftensteiner, dass wir unseren Lagerhaus-Standort nach dem Vorbild in Sittendorf gestalten. Das ist besonders lustig, denn in Sittendorf gibt es gar keinen Lagerhaus-Standort mehr.“ Luftensteiner habe zwölf Jahre Zeit gehabt, sich um diesen Standort zu kümmern oder etwas zu verändern. „Zumindest mit den Fakten hätte er sich in dieser Zeit vertraut machen können“, so Göschelbauer.

Verwundert über die Falschinformationen in der SP-Zeitung zeigt sich auch Raiffeisen-Lagerhaus-Obmann Karl Gfatter. Man sei immer offen für Gespräche gewesen und habe die Gespräche nicht abgebrochen.

„Nahversorger im ländlichen Raum“

Gfatter betont: „Wir sind Nahversorger im ländlichen Raum für Energie, Baustoffe und Holz. Altlengbach ist eine kleine Filiale. Es gibt Waschmittel, Getränke, Werkzeug, Textilien. Und wir haben eine neue Tankstelle hingestellt, das ist sicher wichtig. “