Erstellt am 15. Februar 2016, 14:29

Premiere in Altlengbach: Treffen der Bergrettungs-Öffis. So etwas hat es in den fast 120 Jahren seit es die Bergrettung gibt, noch nicht gegeben: Am Samstag sind alle niederösterreichischen Fachreferenten für Öffentlichkeitsarbeit an einem Tisch gesessen um über eine gemeinsame Strategie zu diskutieren.

Die Öffentlichkeitsreferenden der niederösterreichischen Bergrettungs-Ortsstellen  |  NOEN, Bildquelle: ÖBRD NÖ/W
Fachvorträge aus der Praxis und der richtige Aufbau des Bergrettungs-Zeltes füllten Tag in Altlengbach aus.
 
Zum ersten Mal in der Geschichte der Bergrettung (ÖBRD) sind die Öffentlichkeitsreferenten aus den Ortsstellen der Landesorganisation Niederösterreich/Wien zusammengetroffen um gemeinsam an der Zukunft der Medienstrategie zu feilen. Die Pressereferenten der Landesleitung, Anna-Maria Walli und Hubert Köttritsch gaben in Altlengbach die breit gefächerten Themen vor.
 
„Wir kommen zum ersten Mal in dieser Runde zusammen. Um alle Ortsstellen auf eine Linie zu bringen müssen wir erst einmal unser sehr großes Aufgabenspektrum definieren und einen Überblick über unsere Tätigkeiten geben. Bei weiteren Treffen werden dann spezifischere Themen angeschnitten“, fasste Walli den Tag zusammen. Auch der aktuelle Einsatz beim Liftgebrechen in Mitterbach wurde besprochen.

Vorträge aus der Praxis

Auf dem Programm standen unter anderem Social Media, klassische Medien und Druckwerke. Helmut Dittler von der Ortsstelle Reichenau berichtete über seine Erfahrungen mit der Presse und zeigte den Anwesenden, wie die Pressearbeit an der Rax gemacht wird. Andrea Cerny von der Ortsstelle Hohe Wand erzählte aus der Praxis, wie die heurige 90-Jahr-Feier in den Medien publik gemacht wurde. „So können wir optimal voneinander lernen“, betonte Köttritsch.
 
Der Amstettener Bergretter zeigte nach der Mittagspause auf der Terrasse des Seminarhotels allen Teilnehmern die richtige Handhabe beim Aufbau des Bergrettungszeltes. Seit 2014 hat die Landesorganisation ein aufblasbares Zelt speziell zur Repräsentation bei Veranstaltungen.

1.042 aktive Mitglieder in Niederösterreich

Die Landesorganisation Niederösterreich/Wien des Österreichischen Bergrettungsdienstes zählt zurzeit 1.042 aktive Mitglieder, die in Ortsstellen ihre Dienste versehen. Die Männer und Frauen sind alle ehrenamtlich tätig. Um Bergretter zu werden muss man neben einem alpinen Erste Hilfe Kurs mindestens zwei Basis- und einen Aufbaukurs im Winter und im Sommer absolvieren.

Um der gemeinnützigen Organisation beitreten zu können, sollte man einige alpine Grundvoraussetzungen mitbringen, wie etwa das Klettern mindestens im 3. Schwierigkeitsgrad im Vorstieg und sicheres Schifahren abseits der Piste. Mehr Informationen kann man auf der Homepage der niederösterreichischen Bergrettung ( www.oebrd.at ) nachlesen.