Erstellt am 30. Januar 2018, 05:37

von Thomas Werth und Mario Kern

Wahlkreis nun ganz türkis. Trotz Verlusten ist Volkspartei jetzt in allen Gemeinden Nummer eins. SP und FP legten zu.

Daumen hoch für die türkise Vorherrschaft in Stadt und Bezirk von den Kandidaten Markus Krempl-Spörk, Martin Michalitsch und Doris Schmidl sowie Bezirksgeschäftsführer Matthias Adl.  |  NOEN, Mario Kern

Nicht alle Parteien haben bei der Landtagswahl im Wahlkreis dazugewonnen – wie ein Verlierer fühlt sich aber niemand: Die Volkspartei bleibt trotz Verlusten in der Mehrzahl der Gemeinden mit 45,8 Prozent die klare Nummer eins im Wahlkreis. Das angestrebte dritte Direktmandat hat die Volkspartei nicht erreicht, dafür aber mit Weinburg die letzte rote Gemeinde türkis eingefärbt. „Wir sind stolz auf das gute Ergebnis, das unsere vorbildlichen Kandidaten und Funktionäre eingefahren haben“, lobt VP-Bezirksparteiobmann Martin Michalitsch. „Das ist Gold, dass wir weiterhin klare Verhältnisse im Land haben. Das wird uns auch in der Region zugute kommen.“

Parteichef Christian Kern (rechts) und Landesspitzenkandidat Franz Schnabl (Zweiter von links) freuten sich mit den Wahlkreis-Kandidaten Herbert Pfeffer und Kathrin Schindele über ein Stimmen-Plus.  |  NOEN, Thomas Werth

Unzufrieden mit dem Ergebnis sind auch die Sozialdemokraten nicht. Sie erzielten im Wahlkreis 26,58 Prozent und liegen damit nicht nur deutlich über dem Landesergebnis, sondern auch über jenem der Landtagswahl 2013. In 36 Gemeinden konnte die SP zulegen. „Es ist eine Wahl der vielen Gewinner. Wir haben eine Stärkung der Sozialdemokratie erreicht, die Richtung stimmt“, freut sich Wahlkreis-Spitzenkandidatin Kathrin Schindele.

„Das ist Gold, dass wir weiterhin klare Verhältnisse im Land haben. Das wird uns auch in der Region zugute kommen.“ Martin Michalitsch, VP

Nur 0,61 Prozent unter dem Landesergebnis von 14,76 Prozent liegen die Blauen im Wahlkreis. Die Freiheitlichen legten in allen 46 Gemeinden zu – stärkste Hochburg ist Schwarzenbach mit 21,93 Prozent und dem bezirksweit höchsten Plus von 12,9 Prozentpunkten. „Ich bin mit dem Ergebnis wirklich sehr zufrieden“, jubelte Bezirksobmann Erich Königsberger.

Über dem Landesschnitt von 6,4 Prozent liegen die Grünen mit ihrem Wahlkreis-Ergebnis von 7,81 Prozent. Dass nach dem Ausscheiden der Bundespartei aus dem Nationalrat ein solches Ergebnis gelingen konnte, stimmt Bezirksverantwortlichen Michael Pinnow zuversichtlich.

Auf Anhieb 5,66 Prozent schaffte NEOS im Wahlkreis. Die pinke Liste zeigte sich mit diesem Erfolg und auch dem Einzug in den Landtag sehr zufrieden.

Die Wahlbeteiligung sank im Vergleich zu 2013 um fast 4 Prozent. VP-Spitzenkandidat Martin Michalitsch wähnt den Grund dafür im „wenig konfrontativen Wahlkampf“. SP-Listen-Zweiter Herbert Pfeffer sieht den Rückgang möglicherweise in den vielen Wahlen der letzten Monate begründet.

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