Eichgraben , Maria-Anzbach

Erstellt am 20. Juli 2016, 15:28

Finanzkraft der Region: „Effizient gewirtschaftet“. Unter den 250 besten österreichischen Gemeinden sind gleich zwei aus der Region Wienerwald: Auf Platz 103 liegt Maria Anzbach, auf Platz 193 Eichgraben.

 |  APA (Archiv/Fohringer)

Experten des Zentrums für Verwaltungsforschung analysieren jedes Jahr die Bonität aller österreichischen Gemeinden. Unter den 250 finanzkräftigsten Gemeinden sind gleich zwei aus der Region Wienerwald: Maria Anzbach liegt auf dem 103. Platz, Eichgraben folgt auf dem 193. Platz.

Grund zum großen Jubel ist das gute Ergebnis für die Maria Anzbacher VP-Bürgermeisterin allerdings nicht: „Das ist leider nur eine Momentaufnahme, wir werden bald runtersacken, weil wir ja das Projekt Sporthalle gestartet haben. Nächstes Jahr wird es nicht mehr so rosig aussehen“, ist Karin Winter realistisch.

„Wir sind eine sparsame Gemeinde“

Insgesamt sei Maria Anzbach aber eine sparsame Gemeinde mit einem tollen Finanzreferenten: „Wir sparen immer Geld an, bevor wir größere Projekte angehen.“

Auch in der Gemeinde Eichgraben setze man auf Sparsamkeit, betont Vizebürgermeisterin Elisabeth Götze von den Grünen: „Die gute Position Eichgrabens im Ranking bestätigt unser sparsames und effizientes Wirtschaften im vergangenen Jahr: Wir gehören nun zu den Top 50 Gemeinden in Niederösterreich und sind eine der erfolgreichsten Gemeinden der Region. Unsere Finanzkraft ist die Voraussetzung für wichtige Investitionen die wir planen, wie zum Beispiel in die Schulen. Ich danke allen Beteiligten für die hervorragende Arbeit!“

Die drei Top-250-Gewinner-Gemeinden sind Reichersberg (Oberösterreich), Langen bei Bregenz (Vorarlberg) und Andau (Burgenland). Die Gemeindefinanzen wurden auf Basis des Voranschlags und Rechnungsquerschnitts anhand von Ertragskraft, Eigenfinanzierungskraft, Verschuldung und finanzieller Leistungsfähigkeit analysiert. Zu den Kennzahlen zählen öffentliche Sparquote, Eigenfinanzierungsquote, Verschuldungsdauer, Schuldendienstquote, finanzielle Leistungsfähigkeit.

Die höchste Bonität haben Gemeinden zwischen 2.501 und 5.000 Einwohnern. Die schlechtesten 210 Gemeinden sind Gemeinden bis 1.000 Einwohner bzw. über 10.000 Einwohner.