Pressbaum , Eichgraben

Erstellt am 21. Juli 2016, 06:50

von Marlene Trenker

Schneller nach Hause mit dem Nacht-Taxi. Zwei Pressbaumer Gemeinderäte haben das Projekt Nacht-Taxi ins Leben gerufen. Davon profitieren in Zukunft auch Jugendliche aus der Gemeinde Eichgraben.

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Viele Eltern der Region kennen diese Situation: Die Kinder gehen am Freitag oder Samstag Abend in Wien fort. Mitten in der Nacht kommt dann der Anruf: „Kannst du mich von Hütteldorf holen?“

Bisher gab es den „N8buzz“, der Sonntag um 3.15 Uhr von Hütteldorf Richtung Eichgraben fuhr. Dieser Bus rentierte sich besonders für die Gemeinden Tullnerbach, Wolfsgraben, Pressbaum und Eichgraben überhaupt nicht mehr. Und einer Gemeinde kostet das im Jahr viel Geld. Für Pressbaum bedeutete das 6.800 Euro im Jahr. Jugendgemeinderat Thomas Tweraser und Umweltgemeinderat Michael Sigmund aus Pressbaum haben nun die Initiative gesetzt, den Vertrag mit „N8buzz“ zu kündigen und ein Nacht-Taxi-Projekt ins Leben zu rufen.

Das neue Konzept kostet im Jahr 7.810 Euro. „Aber auf alle Gemeinden aufgeteilt“, sagt Thomas Tweraser. Während der Bus nur in der Nacht von Samstag auf Sonntag fuhr, fahren die Taxis auch von Freitag auf Samstag. „Es wird zwei Linien geben“, erklärt Michael Sigmund. „Startend von Hütteldorf fährt das Taxi über die Autobahn zur Abfahrt Pressbaum. Eine Linie befährt Eichgraben, die andere Pressbaum, Tullnerbach und Wolfsgraben“, fügt er hinzu. „Wir haben einige Taxilinien angeschrieben und ,31300‘ hat Interesse gezeigt und uns ein gutes Angebot gelegt“, so Tweraser.

„31300“ zeigte Interesse

Das System funktioniert so: Man holt sich in der Heimatgemeinde eine Scheckkarte. Mit dieser Karte kann man zu festgelegten Zeiten am Wochenende nach Hause fahren. Für die Fahrt ist ein Selbstbehalt von 12 Euro zu bezahlen. „Wenn sich drei Menschen das Taxi teilen, kostet es nur vier Euro pro Kopf“, so Sigmund. Pro Fahrt ist nur eine Scheckkarte notwendig. „Wir haben das als sinnvollste Lösung erachtet“, sind Tweraser und Sigmund zufrieden. Vor allem Eichgrabener und Pressbaumer sollten zufrieden sein, denn der „N8buzz“ benötigte fast bis zu zwei Stunden. „Im Irenental oder in Wolfsgraben steigt vielleicht eine Person aus. Das rentiert sich einfach nicht“, erklärt Tweraser.

Der Vertrag mit dem Verein „N8buzz“ wurde bereits gekündigt und läuft noch bis Jahresende.

Das Projekt Nacht-Taxi soll dann Anfang nächsten Jahres starten. Geplant ist ein dreimonatiger Probebetrieb.