Erstellt am 08. Dezember 2015, 05:13

von Beate Riedl

Verstärkte Kontrollen. Exekutive kontrolliert vermehrt wegen Alkohol am Steuer. Auch Dämmerungseinbrecher im Visier der Polizei.

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Vorweihnachtszeit ist Punsch- und Glühweinzeit, die Adventmärkte der Region laden mit ihren Ständen zum Besuch ein. „Viele unterschätzen den Alkoholgehalt dieses süßen Getränks“, stellt Markus Gansterer vom Verkehrsclub Österreich fest. Dabei kann man mit einem Punsch bis zu 0,4 Promille Alkohol im Blut haben. Schon ab 0,3 Promille verschlechtert sich die Reaktionszeit, Entfernungen werden schlechter abgeschätzt, die Risikobereitschaft nimmt zu.

Die Exekutive appelliert an die Vernunft der Autofahrer, sich nicht betrunken ans Steuer zu setzen. „Kontrolliert wird grundsätzlich immer, aber nicht nur wegen Alkohol. Ab der Dunkelheit sind wir auch wegen der Dämmerungseinbrüche unterwegs“, berichtet ein Altlengbacher Polizist.

Schwerpunkt in der Kontrolle am Tag 

Bei Kontrollen werden immer wieder Vortests durchgeführt, auch Schwerpunkte werden in der Vorweihnachtszeit gesetzt. Ein Neulengbacher Polizist merkt an: „Vor allem der Restalkohol ist nicht zu unterschätzen. Wer am Abend zu viel getrunken hat, kann am nächsten Tag noch immer alkoholisiert sein.“ Ab 0,5 Promille gibt es eine Anzeige samt Geldstrafe. Ab 0,8 Promille wird der Führerschein für eine bestimmte Zeit abgenommen. Zudem gibt es eine Geldstrafe, und auch eine Nachschulung muss gemacht werden.

„Das Strafausmaß liegt im Ermessen der Bezirkshauptmannschaft. Da kommt es darauf an, ob der oder die Lenkerin das erste Mal erwischt wurde oder ob es sich um einen Wiederholungstäter handelt“, berichtet der Polizist. Grundsätzlich seien die Leute im Bezug auf Alkohol am Steuer etwas vernünftiger: „Vor allem die Jüngeren setzen sich weniger hinters Steuer, wenn sie getrunken haben.“