Erstellt am 15. März 2016, 04:46

von Renate Hinterndorfer

Rotes Kreuz: Hiller soll Chef werden. Für die Funktion des Bezirksstellenleiters kandidiert der Neulengbacher BORG-Direktor Johannes Hiller.

Der Neulengbacher BORG-Direktor stellt sich für die Wahl zum Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter zur Verfügung.  |  NOEN, Hinterndorfer

Johannes Hiller stellt sich der Wahl zum Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes. Die Wahl findet am Freitag, 1. April, statt. 158 ehrenamtliche Vollmitglieder sind wahlberechtigt.

Sowohl der bisherige Bezirksstellenleiter Hans Gastmayr als auch Peter Kaiser vom Landesverband haben schon im Vorjahr bei Hiller angefragt, ob er die Bezirksstellenleitung übernehmen möchte.

Mit der Rettung verbunden

„Warum sie auf die Idee gekommen sind, kann ich mir schon vorstellen“, schmunzelt BORG-Direktor Johannes Hiller. Er ist schon länger mit dem Roten Kreuz Neulengbach verbunden: Die Rettung ist nicht nur Thema im Unterricht, die Jugendlichen arbeiten auch bei der Team-Österreich-Tafel, der Reserlmarkt-Aktion oder auch beim Seniorentreff des Roten Kreuzes mit. Johannes Hiller ist außerdem im österreichischen Jugendrotkreuz Bundesreferent für die AHS und weiters stellvertretender Landesreferent für AHS in Niederösterreich.

Eigentlich hätte sich der Pädagoge erst in fünf Jahren, wenn er in Pension geht, ein stärkeres Engagement beim Roten Kreuz vorstellen können. Aber als er gefragt wurde, habe er nicht lange überlegt: „Ich habe gesagt, wenn ihr mich braucht, dann stehe ich zur Verfügung. Ich traue mir das zu. Ich kann mit Menschen, und daher stelle ich mich der Wahl. Aber ich brauche ein gutes Team, und ich brauche einen Organisationsleiter, denn ich habe nicht wahnsinnig viel Zeit.“ Wichtig sei ihm die Unterstützung der ehrenamtlichen Mitarbeiter. „Es ist wichtig, dass die Truppe, die ehrenamtlich arbeitet, einen Kopf hat, auf den sie sich verlassen kann.“

Johannes Hiller betont, dass für ihn das Menschliche das Wesentliche ist. Er stehe dafür, dass die Humanität nicht zu kurz komme: „Aber es schaut im Moment ohnehin nicht so aus, dass da eine Gefahr herrscht.“

Neben Johannes Hiller als Bezirksstellenleiter kandidieren Katrin Wiesinger und Daniel Rauchecker als Leiter-Stellvertreter. Weiters im Wahlvorschlag: Markus Schüch (Kassier) und Herbert Vogel (Stellvertreter), Sebastian Kohl (Schriftführer) und Barbara Graf (Stellvertreterin).

„Ich stehe mit der Schule für den Rot-Kreuz-Gedanken.“ Johannes Hiller

Wie Organisationsleiter Christopher Scheidl informiert bleibt der bisherige Leiter-Stellvertreter Christof Sinnreich als Mannschaftsvertreter im Team: „Er ist sozusagen der Klassensprecher der Männer.“ Die Vertretung der Frauen soll Elisabeth Arnberger innehaben. Als Rechnungsprüfer sind Christof Fischer und Peter Kotynski vorgesehen. Bisher gibt es nur einen Wahlvorschlag. Dass noch ein weiterer Vorschlag eingebracht wird, gilt als unwahrscheinlich. „Wir gehen davon aus, dass die Mannschaft mit dem Wahlvorschlag glücklich ist“, sagt Christopher Scheidl. Er nennt als große Herausforderung in den nächsten Jahren Verbesserungen bei den Räumlichkeiten: „Wir sind schon lange nicht nur eine Rettung. Wir wachsen in allen Bereichen und platzen aus allen Nähten.“ Vor allem in der Hauskrankenpflege und bei den Gesundheits- und sozialen Diensten sei ein großes Wachstum zu verzeichnen. „Auch das Thema Menschen auf der Flucht wird uns weiter beschäftigen“, so Scheidl.

Weitere Infos

Das Team des Neulengbacher Roten Kreuzes hat im Jahr 2015

8.709 Krankentransporte und 1.408 Rettungseinsätze durchgeführt. 321.337Kilometer wurden im Vorjahr gefahren.

1.148 Notarzteinsätze wurden absolviert.

Beim Rettungs- und Krankentransport wurden 18.497 ehrenamtliche Stunden geleistet.