Erstellt am 05. Februar 2016, 00:48

von Ernst Klement

Rudi Praschl-Bichler: Dritte Schule in Nepal geplant. Rudi Praschl-Bichler reist wieder nach Nepal. Er will in dem von Erdbeben erschütterten Land wieder ein Projekt starten.

Zwei Schulen wurden auf Initiative von Rudi Praschl-Bichler in Nepal schon gebaut. Jetzt plant er ein weiteres Projekt.  |  NOEN, Fotos: Archiv

Ende April und Anfang Mai wurde Nepal von zwei gewaltigen Erdbeben erschüttert, 600.000 Häuser in dem Himalayastaat wurden komplett zerstört, über 8. 000 Menschen starben, weitere 20.000 wurden verletzt, insgesamt waren acht Millionen Menschen, fast ein Drittel der Bevölkerung, betroffen.

„Als Folge des Bebens ist das Wirtschaftswachstum eingebrochen“, berichtet der Laabener Gemeinderat und Extrembergsteiger Rudi Praschl-Bichler, der eine besondere Beziehung zu dem Land hat und den Bau von zwei Laabentalschulen in Nepal initiiert hat.

„In Nepal leben 40 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, speziell in den ländlichen Regionen. Besonders arme Familien brauchen Unterstützung beim Wiederaufbau. Die Menschen flüchten nicht nach Europa, sie wollen helfen, ihr Land aufzubauen“, so Praschl-Bichler.

„Die Menschen flüchten nicht nach Europa.
Sie wollen helfen, ihr Land aufzubauen.“
Rudi Praschl-Bichler

„Wir haben unsere zwei Laabentalschulen sehr gut gebaut, und beide sind bei den Erdbeben nicht beschädigt worden“, zeigt er sich erfreut. Demnächst wird er wieder für ein Monat nach Nepal reisen. „Gerade jetzt brauchen die Leute in dieser Region den Tourismus, denn das ist ihre Haupteinnahmequelle.“ Und schon jetzt laufen die Planungen für eine dritte Laabentalschule in dieser Region. „Ich bin im Kontakt mit vielen Wirtschaftstreibenden in unserer Region und wir haben vor, eine dritte Schule zu bauen.“

Natürlich weiß der Gemeindepolitiker auch, dass durch die aktuelle Flüchtlingskrise das Erdbebendrama in Nepal aus dem Fokus der Europäer gerückt ist. Doch die Botschaft des Nepalinsiders ist ganz klar: „Wir dürfen die Armut in diesem Gebiet nicht vergessen.“