Erstellt am 06. Oktober 2015, 15:32

Seit 20 Jahren Energie aus Holz. Josef Breitenecker setzte sich bereits vor zwanzig Jahren dafür ein, Gas und Öl als Heizmaterial durch Hackschnitzel aus der Region zu ersetzen. Sein Projekt wurde zum Erfolg.

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Die Regional Energie Wienerwald feierte im Hotel Steinberger in Altlengbach ihr 20-jähriges Bestehen. Obmann Josef Breitenecker skizzierte den steinigen Weg von den ersten Stunden bis zur heutigen Erfolgsstory des Betriebes. „Unser Grundgedanke war immer, importierte Energie durch Holz zu ersetzen und die Energie vor unserer Haustür zu nützen. Heute ist Österreich Weltmarktführer bei der Bioenergie. Öl und Gasreserven gehen rapide bergab und das Holz wächst in unseren Wäldern.“

Umdenken in Region

Obmann Josef Breitenecker, der Pionier der ersten Stunde, leitete gemeinsam mit Johann Tober mit seiner Hackschnitzelidee auch in unserer Region ein Umdenken ein. Denn mit der Biomasse kann der CO2-Ausstoß wesentlich verringert werden.

Heute betreibt die Regionale Energie Wienerwald bereits sieben Heizwerke und weitere zwei in Kooperation mit der EVN. Der Betriebsstandort befindet sich in Kirchstetten. Sieben Mitarbeiter sind beschäftigt.

1995 wurde die Gründungsversammlung der FWG Fernwärmegenossenschaft Neulengbach abgehalten. 2013 wurde sie unbenannt in Regional Energie Wienerwald.

Energiewende rechtzeitig erkannt 

Altlengbachs Bürgermeister Michael Göschelbauer betonte: „Auch wir in Altlengbach haben die Energiewende rechtzeitig erkannt und ich beliefere als Waldbauer selbst die Hackschnitzelheizung. Für die Waldbauern ist das eine Chance des Zuverdienstes. Das Hotel Steinberger wird von unserem Heizwerk mit Energie versorgt.“

Festredner Christoph Pfemeter betonte: „Heizen mit Holz trägt dazu bei, die Emissionen von fossilem Kohlendioxid zu verringern und den von Menschen verschärften Treibhauseffekt einzudämmen.“ Durch die Hackschnitzelheizung bleibe die Wertschöpfung komplett in der Region.
Weiters betonte Pfemeter, dass der heutige Flüchtlingsstrom aus Syrien auch durch Erdöllieferungen verursacht wurde: „Denn heute ist das Land unfruchtbar und die Menschen verhungern dort.“

Bei der Festveranstaltung waren auch die Bürgermeister Franz Wohlmuth, Michael Göschelbauer, Ernst Hochgerner, Altbürgermeister Johann Kurzbauer, Baumeister Franz Kickinger vertreten.

Der Männergesangsverein Asperhofen untermalte die Feier musikalisch.


REW in Zahlen

  • Die Regional Energie Wienerwald ist eine bäuerliche Genossenschaft mit 55 Mitgliedern.
  • 136 Wärmelieferverträge sind abgeschlossen. Mehr als 240 Einzelobjekte werden mit Wärme
  • versorgt. Die verkaufte Wärmemenge beläuft sich auf mehr als 7.000 MWh pro Jahr
  • Die jährliche Einsparung beträgt 750.000 Liter Erdöl und 75.000 m? Erdgas.
  • Die C0?2-Reduktion wird mit 2,54 Millionen Kilo pro Jahr beziffert.
  • Derzeit erfolgt die Belieferung der neun Nahwärmeanlagen durch 36 Mitglieder mit 2,4 Millionen Kilo Waldhackgut pro Jahr.