Erstellt am 17. Februar 2016, 15:39

von Andrea Stoiser

Sperre für Fußgänger. /  Unterführung wird zeitweise nicht passierbar sein, das sorgt für Unmut. Gespräche stehen für diese Woche am Plan. EICHGRABEN / 

Im Zuge der Umbauarbeiten am Bahnhof in Eichgraben wird auch die Fußgängerunterführung gesperrt.  |  NOEN, Stoiser

Mit Anfang der Woche haben die Umbauarbeiten der ÖBB an der Strecke und am Eichgrabener Bahnhof begonnen. In diesem Zusammenhang wurden bereits von Fußgängern Bedenken geäußert, dass die Fußgängerunterführung gesperrt werden könnte. „Dieser Umstand ist eine kleine Katastrophe für einen ganzen Ortsteil – nicht nur für Bahnfahrer, sondern auch für die Schüler“, betont der Fußgängerbeauftragte Franz Kraic.

„Von den Bundesbahnen wurde uns mitgeteilt, dass es unumgänglich sein wird, die Unterführung zeitweise zu sperren. Ich habe in einem Gespräch mit dem Projektleiter darauf hingewiesen, dass dadurch die Fußgänger des ganzen Ortsteils Ottenheim zu großen Umwegen gezwungen wären und daher dringend ersucht, die Arbeiten möglichst ohne Totalsperre durchzuführen. Von der Bauleitung wurde mir eine Prüfung und ein Gespräch für nächste Woche zugesagt“, erklärt dazu Bürgermeister Martin Michalitsch.

Verspätungen und Platzmangel im Zug

Bereits vor Beginn der Bauarbeiten kam es in der Vorwoche zu einer gravierenden Verspätung. Der um 7.20 Uhr mit acht Minuten Verspätung angekündigte REX 1611 traf mit nur drei Doppelstockwagen in der Haltestelle Eichgraben-Altlengbach mit zehn Minuten Verspätung ein, überschritt wegen Überfüllung insbesondere in den Haltestellen Pressbaum und Purkersdorf Zentrum seinen Aufenthalt und wurde im Tunnel des Knotens Hadersdorf noch weiter verhalten, sodass er schließlich mit 23 Minuten Verspätung am Westbahnhof ankam. Viele Pendler kamen zu spät zur Arbeit.

Ebenso klagten Pendler über Platzmangel im Zug, da ein Waggon offensichtlich eingespart wurde. Auch am Donnerstag hatte dieser REX nur drei Doppelstockwagen, war aber pünktlich. Am schwachen Sonntag war et dann wieder mit vier Waggons unterwegs.

„Das ist eine kleine Katastrophe für einen ganzen Ortsteil.“ Franz Kraic, Fußgängerbeauftragter

Aber auch am Eichgrabener Bahnhof in Fahrtrichtung Wien wird über Platzmangel geklagt. „Der Unterstand ist viel zu klein, was vor allem bei Schlechtwetter für Unmut sorgt“, erzählt ein Pendler. Der Unterstand war ursprünglich für die in Richtung St. Pölten fahrenden Pendler gedacht. 1991 erfolgte dann die Umstellung von Links- auf Rechtsfahren. Laut Auskunft bei der Infoveranstaltung wird der Warteraum Richtung Wien aber trotzdem nicht vergrößert, was bei vielen für Kopfschütteln sorgt. Genaue Informationen und Ersatzfahrpläne während der Bauzeit sind auf der Homepage der Marktgemeinde zu finden: www.eichgraben.at