Eichgraben

Erstellt am 14. Juli 2016, 14:02

von Renate Hinterndorfer

Ärger wegen Baustelle. Unterführung ist nicht passierbar. Pendler beschweren sich. ÖBB ersuchen um Geduld: „Wir bauen für die Fahrgäste.“

Die Sperre der Unterführung sorgt für Unmut bei Pendlern.  |  NOEN

Seit April sind die Anrainer der Eichgrabener Haltestelle täglich mit Lärm bis 20 Uhr und extremer Staubentwicklung konfrontiert. Das zehrt an den Nerven. Nun kommt auch noch die Sperre der Fußgängerunterführung dazu. „Wir müssen nun einen Umweg von 2,2 Kilometer in Kauf nehmen, um zum Bahnhof zu kommen“, ärgert sich ein Pendler. Außerdem wird geklagt, dass dieser Fußweg gefährlich ist, da er quasi durch die Baustelle führt. Obwohl die Westbahnstrecke gesperrt ist, darf man die Gleise nicht überqueren, da Material- und Arbeitszüge unterwegs sind.

Sperre sorgt für Unmut

Wie Karl Leitner von den ÖBB erklärt, gibt es auf Baustellen keine Möglichkeit eines Übergangs: „Gleisanlagen darf man aus Sicherheitsgründen nicht betreten, auch wenn keine Züge fahren. Selbst wir von der ÖBB brauchen eine Genehmigung.“ Es sei also nicht möglich, dass Fahrgäste die Gleise queren: „Wir bitten um Verständnis, dass die Leute derzeit einen Umweg gehen müssen. Aber es wird im Sinne der Fahrgäste umgebaut. Die Anlage wird sehr schön und modern werden. Ein paar Wochen müssen die Fahrgäste noch durchhalten.“

Am 5. September wird die Unterführung für Fußgänger wieder freigegeben. Die Lifte werden laut Karl Leitner Ende des Jahres benützbar sein.

Minimal-Sperre von vier Wochen

In einem regen Austausch mit den ÖBB auf verschiedensten Ebenen wurde erreicht, dass die Unterführung von den acht Ferienwochen tatsächlich nur an den absolut notwendigen Einzeltagen im Gesamtausmaß von etwa vier Wochen gesperrt sein wird.

„Die Informationen, die wir von den ÖBB und den Baufirmen bekommen, werden umgehend auf der Gemeindehomepage veröffentlicht“, berichtet Bürgermeister Martin Michalitsch. Er appelliert, dass die Infos auch an jene weiter gegeben werden, die kein Internet haben. Doch nicht nur diese Unannehlichkeiten rund um die Baustelle sorgen für Ärgernis, auch die Tatsache, dass viele Pendler ihre Notdurft im angrenzenden Park verrichten, ärgert die Anrainer. Sie können nicht verstehen, dass kein WC am neuen Bahnhof kommt. „Da wäre es doch besser, wenn man auf den Aufzug verzichtet“, meint dazu ein Pendler, der auch eine Videoüberwachung der Haltestelle einfordert.