Erstellt am 03. November 2015, 17:32

von Renate Hinterndorfer

"Stinkwut"wegen Lärm. Christine Simek klagt über Beeinträchtigung, seit es die Lärmschutzwände am Knoten Steinhäusl gibt.

In Spitzenzeiten befahren die A 1 zwischen Wien und dem Knoten Steinhäusl stündlich etwa 2.200 Fahrzeuge. Die Sanierungsarbeiten in diesem Bereich werden Ende des Jahres abgeschlossen sein.  |  NOEN, ASFINAG

Eine "Stinkwut" hat Christine Simek: Früher habe sie keinen Lärm von der A1 gehört, seit der Lärmschutz beim Knoten Steinhäusl fertig ist, sei die Autobahn bei ihr zu hören. Die Maria Anzbacherin hat sich mit einem Brief an Bürgermeisterin Karin Winter, den Gemeinderat und Landeshauptmann Erwin Pröll gewandt: Vor allem bei Süd-, Südost-, Südwestwetterlage sei die Autobahn deutlich zu hören. „Besonders der Lärm aus Steinhäusl ist äußerst lästig. Bis zur Sanierung war die Autobahn nicht zu hören, schließlich liegt die Autobahn im nächsten Tal!“

"Fehler zu Lasten der Bevölkerung"

Die Maria Anzbacherin ersucht den Gemeinderat bei BH und Landesregierung gemäß NÖ Bauordnung Parteienstellung zu erwirken, da die Gemeindegrenze am Kohlreit nur etwa 100 Meter von der Autobahn entfernt ist, und „derlei Fehler zu Lasten der Bevölkerung verhindert werden können“, so Simek.

Im Maria Anzbacher Gemeindevorstand wurde das Anliegen von Christine Simek bereits behandelt, auch in der Gemeinderatssitzung soll es thematisiert werden. Weitere Beschwerden wegen Autobahnlärm sind bei der Gemeinde laut Amtsleiter Adolf Wagner nicht bekannt.

Seitens der Asfinag wird festgehalten, dass Maria Anzbach in einer Entfernung von etwa 4.200 Meter zur A 1 bzw. zum Knoten Steinhäusl liegt und eine Überschreitung der festgelegten Grenzwerte nicht auftritt. „Dass es bei bestimmten meteorologischen Situationen zu einer Fernverfrachtung des Lärms kommen kann ist bekannt, kann aber mit Lärmschutzmaßnahmen leider nicht reduziert werden“, sagt Karl Zeilinger von der Lärmschutzabteilung der Asfinag. Festzuhalten sei, dass es auch bei Eintreten dieser Wettersituation zu keinen Überschreitungen komme. „Es besteht daher seitens der Asfinag keine Möglichkeit, die bestehenden Lärmschutzmaßnahmen am Knoten Steinhäusl zu erweitern“, heißt es seitens der Asfinag.