Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:48

von Renate Hinterndorfer

Umbau: 1,6 Millionen. Rathaus / Um eine Million Euro teurer als ursprünglich geplant könnten die Maßnahmen im Amtsgebäude werden. Die Grünen üben Kritik. NEULENGBACH / Auf 1,6 Millionen Euro werden die geplanten Umbauarbeiten im neuen Rathaus geschätzt. Im Sommer war man noch von 600.

Ein barrierefreier Sitzungssaal soll im Rathaus entstehen.  |  NOEN, Hinterndorfer

Auf 1,6 Millionen Euro werden die geplanten Umbauarbeiten im neuen Rathaus geschätzt. Im Sommer war man noch von 600. 000 bis 700.000 Euro ausgegangen.

„Mir ist das auch zu teuer, aber der Umbau wird größer als geplant, daher sind auch die Kosten höher“, sagt dazu Liegenschaftsstadtrat Josef Fischer (SP). Die 1,6 Millionen seien eine neuerliche Schätzung, so Fischer: „Ich hoffe, dass wir mit den Ausschreibungen billiger werden.“

Geplant sind zusätzliche Räume für die allgemeine Verwaltung und für die Bauabteilung, ein barrierefreier Sitzungssaal, ein barrierefreies WC und ein zweiter Lift. Auch Archivräume werden benötigt. Der Umbau soll in den nächsten zwei Jahren im Zuge der Stadterneuerung realisiert werden.

Planungen für neuen Sitzungssaal

Überlegungen für einen neuen Sitzungssaal gibt es schon länger, denn der Saal im ersten Stock des alten Rathauses ist nicht barrierefrei und für Gemeinderatssitzungen auch zu klein. Die Überlegung, die Sitzungen im Lengenbacher Saal abzuhalten, wurden verworfen. „Wir haben uns viele Gedanken gemacht, aber wir haben keine Alternativen“, sagt Stadtrat Fischer.

Kritik kommt von Seiten der Grünen. Das geplante Projekt sei zu teuer. Auch in der Bevölkerung würde es Beschwerden wegen der hohen Kosten geben. Dass Maßnahmen im neuen Rathaus notwendig sind und ein anderer, barrierefreier Sitzungssaal dringen gebraucht wird, steht für die grüne Partei außer Zweifel. „Wir glauben aber nicht, dass alle Möglichkeiten geprüft wurden. Uns wird das Projekt als alternativlos dargestellt, das sehen wir aber nicht so“, erklärt Stadträtin Barbara Löffler. Die Grünen können sich zum Beispiel den Lengenbacher Saal durchaus als Sitzungssaal vorstellen, wenn Maßnahmen für eine bessere Akustik gesetzt werden: „Das hätte für uns Priorität, weil der Saal dann auch für andere Veranstaltungen geeignet wäre“, so Barbara Löffler.

Bürgermeister Franz Wohlmuth war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.