Erstellt am 21. Juni 2016, 05:15

von Renate Hinterndorfer

Umstellung: Unmut über Tarife. Bahn- und Busfahren wird für Pendler aus der Region Wienerwald ab Anfang Juli teilweise teurer, das sorgt für Kritik.

 |  NOEN, ÖBB/Deopito

Das neue Tarifsystem bei den Öffis sorgt nicht nur für Freude. Pendler müssen für ihre Tickets teilweise tiefer in die Tasche greifen. So etwa Christian Hummer: Der Neulengbacher ist schwer verärgert, dass er für die Jahreskarte nach St. Pölten statt bisher 670 Euro künftig 775 Euro zahlen muss. Dass er dafür auch mit dem Stadtbus LUP fahren darf, tröstet ihn nicht: „Ich brauche den Stadtbus nicht, ich fahre mit dem Zug von Neulengbach nach St. Pölten und dann fahre ich mit dem Rad in die Arbeit.“

Auch für Pendler aus Maria Anzbach, die in St. Pölten arbeiten bedeutet die Umstellung des Tarifsystems Mehrkosten: Für eine Jahreskarte müssen sie statt bisher 670 künftig 891 Euro berappen, Eichgrabener Pendler zahlen künftig 120 Euro mehr.

Um über 100 Euro günstiger wird hingegen die Jahreskarte von Maria Anzbach nach Wien.

Huemer: „Es kommt zu Vereinfachung“

VOR-Pressesprecher Georg Huemer sagt zu den Änderungen: „Mit der Umstellung des alten Tarifsystems in Verkehrsverbund Ostregion und Verkehrsverbund Niederösterreich/Burgenland können wir eine Reihe von schwer nachvollziehbaren Ausnahmeregelungen und Unschärfen abschaffen.“ So gäbe es heute Relationen, wo Fahrgäste entweder im VOR oder im VVNB unterwegs sind. Huemer dazu: „Das ergibt ein insgesamt sehr diffuses und schwer durchschaubares Tarifsystem.

Nunmehr können wir ein einfaches, umfassendes und auch faireres Tarifsystem umsetzen. Gerade im Bereich der Westbahn Wienerwald gibt es derzeit sowohl nach St. Pölten als auch nach Wien eine Reihe von Überlappungsbereichen, die dem einen Kunden einen günstigeren Preis verschaffen, dem anderen einen teureren, je nachdem ob er auf der gerade richtigen Seite der Zonengrenze seine Fahrt antritt. Diese Ausnahmeregelungen sind schwer nachvollziehbar.“