Erstellt am 08. November 2015, 09:42

von NÖN Redaktion

Vernetzung für Gemeinden am Frühstückstisch. Das zweite „Frühstück mit der Region NÖ-Mitte“ der NÖ.Regional.GmbH bot 40 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus der Hauptregion NÖ-Mitte Informationen über kleinregionale Förderungen und Unterstützungsangebote für das Ehrenamt in Niederösterreich.

Frühstück mit der Region NÖ-Mitte: Richard Pouzar - NÖGIG, Bgm Herbert Wandl - Obmann Regionalverband noe-mitte, Sabine Klimitsch - NÖ.Regional.GmbH, LR Stephan Pernkopf, Walter Kirchler - GF NÖ.Regional.GmbH, Marianne Radinger - Amt der NÖ Landesregierung und Maria Forstner - Obfrau NÖ Dorf- und Stadterneuerung (v.l.n.r.). Foto: NÖ.Regional.GmbH, Daniel Brüll.  |  NOEN, NÖ.Regional.GmbH, Daniel Brüll.
Landesrat Stephan Pernkopf, der in Niederösterreich nicht nur für Umwelt, Landwirtschaft und Energie zuständig ist, sondern auch Kleinregionen in seinem Portfolio hat, betonte die Wichtigkeit von Kleinregion, aber auch, dass man sie fördern muss.

„Kleinregionen bilden wichtige räumliche Strukturen für die Identität mit dem eigenen Lebensraum. Deshalb fördern und unterstützen wir vom Land Niederösterreich diese kleinregionalen Lebensräume. Zusammenhalt und Vertrauen sind auf Gemeindeebene am stärksten entwickelt. Daher ist es besonders wichtig, darauf zu achten, was im Kleinen passiert. Nur wenn Gemeinden und Kleinregionen zusammenwirken, können Regionen prosperieren. Überzeugt bin ich aber auch davon, dass überbordende Vorschriften die Entwicklung und den Zusammenhalt hemmen. Hier müssen wir auf jeden Fall gegensteuern“, so Pernkopf.

Basisbetreuung wird zur Verfügung gestellt

Was die Kleinregionen in Niederösterreich ab 2016 erwartet, das wurde von Marianne Radinger vom Land NÖ - Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik, und Sabine Klimitsch von der NÖ.Regional.GmbH präsentiert. Um Förderungen abholen zu können, müssen Kleinregionen auch in Zukunft einen Kleinregionalen Strategieplan erstellen.

Neu ist, dass diese mit der jeweiligen Hauptregionsstrategie abgestimmt sein müssen. Eine Basisbetreuung wird allen Kleinregionen von der NÖ.Regional.GmbH zur Verfügung gestellt. Das Betreuungsausmaß, d.h. die Wochenstunden, die für die Betreuung abgerufen werden können, hängen von der Anzahl der Mitgliedsgemeinden einer Kleinregion ab.

Die Ebene der Kleinregionen ist vielfältig nutzbar, so auch für die Vernetzung der Ehrenamtlichen in Niederösterreich, wie Konrad Tiefenbacher, Leiter von Service Freiwillige in der NÖ.Regional.GmbH, darstellte. 600.000 Personen sind in Niederösterreich ehrenamtlich tätig, so viele wie nirgendwo in Österreich.

Forstner unterstrich Bedeutung des Ehrenamtes

Unterstützt werden sie dabei von der Initiative „Service Freiwillige“. Diese bietet unter anderem Fach-Enqueten zu aktuellen Themen an (Allergenverordnung), eine Hotline für Vereinsfragen (0810 001092 zum Ortstarif) oder Versicherungen für Vereinsmitglieder an.

Maria Forstner, Obfrau der NÖ Dorf- und Stadterneuerung, unterstrich die Bedeutung des Ehrenamtes in den Gemeinden. „Ohne Ehrenamt würde so manches nicht in der Gemeinde passieren. Ehrenamtliche sind die Stütze des Gemeinwesens!“

Bürgermeister Herbert Wandl, Obmann des Regionalverbandes noe-mitte, ist davon überzeugt, dass es zukünftig noch wichtiger sein wird, die Daseinsvorsorge in der Region zu halten. Auch er betonte die Rolle der Freiwilligen – sie seien auch in Zukunft für die Regionen unverzichtbar.