Erstellt am 01. Juni 2016, 05:05

von NÖN Redaktion

Vier Gruppen im neuen Kindergarten. Beschlossene Sache / Preisdifferenz zu dreigruppigem Bau beträgt lediglich 36.000 Euro, also wird nun gleich größer gebaut. ALTLENGBACH / &bdquo

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"Endlich geht etwas weiter", freut sich VP-Bürgermeister Michael Göschelbauer über den einstimmigen Beschluss zum Bau eines viergruppigen Kindergartens.

Im Vorfeld gab es wie berichtet Diskussionen, ob der Kindergarten für drei oder vier Gruppen errichtet werden soll. In einer ersten Kostenschätzung war von einem Preisunterschied von 150.000 bis 160.000 Euro die Rede, das war der SPÖ zu viel: Sie plädierte für einen dreigruppigen Kindergarten.

Die ÖVP wollte gleich vier Gruppen bauen, um für die Zukunft vorzusorgen. Zuletzt hatte man sich darauf geeinigt, beide Varianten auszuschreiben. Falls vier Gruppen mehr als 120.000 Euro zusätzlich gekostet hätten, hätte man nur drei Gruppen errichtet.

SPÖ befürwortet ebenfalls vier Gruppen

„Ich bin Daniel Kosak sehr dankbar, dass er diesen Kompromiss in der letzten Sitzung vorgeschlagen hat. Das war die Basis dafür, dass wir nun aufgrund der vorliegenden Zahlen entscheiden konnten“, sagt Bürgermeister Michael Göschelbauer.

Die Ausschreibung hat Mehrkosten von rund 36.000 Euro für die vierte Gruppe ergeben, bei einem Gesamtbauvolumen von rund 1,75 Mio. Euro. Jetzt befürwortet auch die SPÖ das Projekt für vier Gruppen.

„Es ist absolut vertretbar, dass wir nun die vierte Gruppe gleich mitbauen“, betonte Göschelbauer: „Ich danke auch der SPÖ dafür, dass sie das nun auch so sieht und sich überzeugen hat lassen.“

Grund für Spielflächen angekauft

In der Gemeinderatssitzung wurde weiters der Zukauf eines Teils des Nachbargrundstücks beschlossen: Die Gemeinde kauft rund 1.000 Quadratmeter, die als weitere Frei- und Spielflächen verwendet werden sollen. „Damit haben wir flächenmäßig auch in dieser Hinsicht für vier Gruppen dauerhaft Vorsorge getroffen“, so Göschelbauer.

Insgesamt sieben Gewerke wurden im Rahmen der Sitzung vergeben. Nach einem Ausschreibungsverfahren kamen auch einige einheimische Betriebe zum Zug. „Unsere Handwerksbetriebe haben sich große Mühe gegeben, attraktive Anbote zu legen“, sagt Göschelbauer.

"Viele heimische Firmen zum Zug gekommen"

So werden unter anderen die Firmen Holzbau Sulzer, Elektro Wallner, der Installationsbetrieb Doppler und der Dachdecker Robert Herbich zum Bau des neuen Kindergartens beitragen. Die Ausschreibung wurde vom Planungsbüro Neukom aus Neulengbach abgewickelt.

Auch Christian Hartl (SPÖ) betonte: „Ich freue mich sehr, dass viele heimische Firmen zum Zug gekommen sind.“

Mit den Bauarbeiten soll nun so rasch wie möglich begonnen werden. „Eltern, Kinder und Betreuungspersonal freuen sich schon riesig auf den neuen Standort. Wir werden darauf schauen, dass die Arbeiten rasch beginnen und zügig vorangehen“, so Göschelbauer.