Erstellt am 18. Mai 2016, 09:05

von Renate Hinterndorfer

Wer wird Präsident?. Grüne und Freiheitliche rühren Werbetrommel. Die einen machen „Vorwahl-Party“, die anderen wollen nach Entscheidung feiern.

 |  NOEN, APA
Die Neulengbacher Grünen feiern am 20. Mai eine Van der Bellen-Wahlparty im Lokal „Guggis“ und laden von 20 bis 21 Uhr zu Freibier und anderen Gratisgetränken ein.

Die Neulengbacher Freiheitlichen veranstalten am selben Tag einen Stammtisch im „Millennium“. Beide Parteien werben außerdem bei Verteilaktionen für „ihre“ Bundespräsidentschaftskandidaten.

Dass der frühere Grünen-Chef Alexander Van der Bellen und der FP-Kandidat Norbert Hofer in die Stichwahl gekommen sind, ist weder für Barbara Löffler (Grüne) noch für Peter Matzel (FP) überraschend. „Ich persönlich habe mit dieser Konstellation in der Stichwahl gerechnet“, sagt Stadträtin Barbara Löffler.

"Abschneiden von Griss war fantastisch"

Und Gemeinderat Peter Matzel erklärt: „Khol und Hundstorfer waren nie wirklich ein Thema. Das Abschneiden von Griss war fantastisch. Die jetzige Konstellation in der Stichwahl ist für uns ein bissl günstiger, als wenn Irmgard Griss in die Stichwahl gekommen wäre.“

Mit welchem Wahlergebnis wird gerechnet? Die Freiheitlichen haben schon am Wahlsonntag im April eine „Wirtshauskalkulation“ gemacht. „Ich rechne mit 55 Prozent für Norbert Hofer, das ist mein Tipp“, sagt Peter Matzel.

Für Barbara Löffler ist klar, dass der frühere Grünen-Chef gewinnt. Ihr ist es wichtig, dass „in dieser turbulenten Zeit ein Mensch Bundespräsident wird, der mit Ruhe und Umsicht seine Amtsgeschäfte führt.“
6.323 Neulengbacher sind bei der Bundespräsidenten-Stichwahl am 22. Mai wahlberechtigt. 4.221 Personen gaben beim ersten Durchgang ihre Stimme ab. 700 Wahlkarten wurden beim ersten Wahlgang ausgegeben, für die Stichwahl am 22. Mai sind es auf jeden Fall mehr. „Wir haben schon jetzt mehr Wahlkarten ausgestellt als beim ersten Wahlgang“, berichtete Reinhard Hubauer von der Stadtgemeinde Neulengbach Ende der vergangenen Woche.

Beim ersten Durchgang gingen 68,5 Prozent der Wahlberechtigten zur Bundespräsidentenwahl. Was erwarten Sie für die Stichwahl?