Erstellt am 20. Oktober 2015, 05:27

von Christian Feigl

Alk am Arbeitsplatz? Einigung statt Prozess. Harald Weninger kämpfte erfolgreich gegen seine Entlassung bei der Gemeinde an: Einvernehmliche Trennung.

Harald Weninger kämpfte erfolgreich gegen seine Entlassung an.  |  NOEN, Feigl

Montag, 9 Uhr, Verhandlungssaal 56 am Wiener Neustädter Landesgericht: Eigentlich hätte der Prozess, den Harald Weninger wegen seiner Entlassung gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, die Neunkirchner Wirtschaftsbetriebe GmbH, in die dritte Runde gehen sollen. Wie die NÖN bereits berichtete, war Weninger vorgeworfen worden, während der Arbeit betrunken gewesen zu sein. Einen Vorwurf, den er stets bestritt und der auch von zahlreichen Zeugen am zweiten Prozesstag entkräftet wurde.

„Das Thema ist erledigt“

Schon damals Mitte September deutete Richter Neugebauer an, dass die Vorteile für eine Wiedereinstellung eher auf Weningers Seiten liegen würden und ersuchte die beiden Streitparteien noch einmal in sich zu gehen, um eine gütliche Lösung zu finden. Und die wurde letztendlich auch gefunden, wie Robert Hanreich, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe im Gespräch mit der NÖN bestätigt.

„Das Thema ist erledigt. Wir haben uns auf eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses geeinigt. Das ist sicherlich aufgrund des Ergebnisses des letzten Verhandlungstages, aber auch wegen der gegenseitigen Einschätzung, so passiert“, erklärt Hanreich.
Harald Weninger konnte von der NÖN zu einer Stellungnahme nicht erreicht werden.