Erstellt am 17. November 2015, 05:43

von Christian Feigl

Altes Spital wird kein Flüchtlingsquatier. Für große Aufregung hat der Bericht einer Tageszeitung in der Vorwoche gesorgt, in dem ÖVP-Landesrat Karl Wilfing offenbar laut über ein Flüchtlingsquartier in den alten Krankenhausgebäuden nachdachte.

 |  NOEN, Michael Pfabigan

Mittlerweile gibt es offizielle Entwarnung von allen Stellen: Die Gebäude werden nicht als Flüchtlingsquartier genutzt, so die klare Ansage!

„Ich wurde da falsch interpretiert“, erklärt Florian Liehr, der Sprecher des Landesrates. Er habe lediglich gesagt, dass es ein Gespräch zwischen Flüchtlingskoordinator Christian Konrad und Wilfing gegeben habe, wo alle Möglichkeiten überprüft wurden.

Von Holding kommt klare Absage

„Mittlerweile ist aber klar, dass ein Transitquartier im Krankenhausareal aus mehreren Gründen nicht möglich ist“, so Liehr. Landesrat Karl Wilfing bestätigte das auch am ÖVP-Bezirksparteitag am vergangenen Donnerstag.

Eine klare Absage kommt diesbezüglich auch von der Landesklinikenholding: „Es wurde kurzfristig der Wunsch an das Land bzw. die Landeskliniken-Holding herangetragen, ein sogenanntes Transitquartier für Flüchtlinge auf einem Teil des Spital-Areals einzurichten.

Nach einer entsprechenden Überprüfung der Möglichkeiten vor Ort, hat sich herausgestellt, dass der zur Verfügung stehende Platz zu eng bemessen für ein Transitquartier wäre. Daher ist die Einrichtung eines solchen am Areal des Klinikums nicht umsetzbar“, lauten die klaren Worte von Pressesprecher Markus Neuwirth.

Es wurde bereits viel getan

Und auch die Politik ist froh, dass es bei dem Nein bleibt. „Ich wurde in der Vorwoche vom Büro des Landesrates informiert, dass sich das Areal nicht eignen würde“, ist ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer froh.

Denn: „Gegen diese Pläne hätte ich mich sicher zur Wehr gesetzt: Wir haben jetzt schon 71 Nationen in der Stadt, einen Ausländeranteil von 30 Prozent und elf Wohnungen für Kriegsflüchtlinge zur Verfügung gestellt. Jetzt sind einmal die anderen in der Pflicht!“