Vösendorf , Reichenau an der Rax

Erstellt am 23. Mai 2017, 05:00

von Mathias Schranz

Reichenauerin verlor Bewusstsein: FF-Mann half!. Reichenauerin verlor beim Festessen in der Shopping City das Bewusstsein. Der Wiener Neustädter Feuerwehrmann Stefan Geicsnek leistete sofort Erste Hilfe.

Feuerwehrmann Stefan Geicsnek war Ersthelfer.  |  privat, privat

Der Appetit ist wahrlich schnell verflogen: Als Stefan Geicsnek mit seiner Freundin in einer Pizzeria in der Shopping City isst, kippt einige Tische weiter eine Frau um.

Kreislaufkollaps erlitten

Der Feuerwehrmann eilt sofort zu Hilfe: Gemeinsam mit ihrem Mann holt er Erbrochenes aus dem Mund der Frau, bringt sie in stabile Seitenlage, kontrolliert Atmung und Puls. Zeitgleich wird die Rettung verständigt, zehn Minuten später ist der Notarzt da, die Frau aus Reichenau – wie sich später herausstellen sollte, feierte sie an dem Tag ihren 74. Geburtstag – wird ins Krankenhaus eingeliefert. „Das war wirklich ernst“, sagt der Feuerwehrmann.

Wenige Tage später bekommt der Retter die gute Nachricht: Die Dame hatte nur einen Kreislaufkollaps erlitten, nicht wie zuerst von Stefan Geicsnek befürchtet einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. „Gott sei Dank ist alles gut gegangen, die Dame hat mich auch schon angerufen und sich bei mir bedankt“, zeigt er sich im NÖN-Gespräch erleichtert.

"Außer mir hat keiner geholfen"

Was ihn ärgert: „Da waren so viele Leute im Restaurant, aber außer mir hat keiner geholfen.“ Woran das liegt? „Einerseits wahrscheinlich daran, dass die Leute Angst haben, etwas falsch zu machen, andererseits zählt nur mehr das ‚ich‘ heutzutage. Das ist sehr schade.“ Der Wiener Neustädter ist seit 37 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt, hat deswegen auch eine Erste Hilfe-Ausbildung. „Da sieht man wieder, dass sich das auszahlt, auch wenn man privat unterwegs ist“, betont der Retter.

Positiv sieht die Sache auch Feuerwehr-Kommandant Josef Bugnar. Erste Hilfe werde bereits in der Feuerwehr-Jugend geschult, auch die Atemschutztrupps erhalten Schulungen. „Da kommt es ja auch immer wieder vor, dass unsere Leute im Ernstfall Opfer erstversorgen müssen.“