Erstellt am 11. November 2015, 05:28

von Christian Feigl

Arbeitslosigkeit ist wieder angestiegen. Ende Oktober waren 3.240 Personen im Bezirk ohne Arbeit. Nur bei Jugend und offenen Stellen gibt es Lichtblicke. Weiterhin ist kaum Entspannung am Arbeitsmarkt in Sicht: Im Bezirk Neunkirchen waren Ende Oktober 3.

Roter Boxhandschuh mit Aufdruck "Krise"  |  NOEN, Harald Richter

 
Weiterhin ist kaum Entspannung am Arbeitsmarkt in Sicht: Im Bezirk Neunkirchen waren Ende Oktober 3.240 Menschen arbeitssuchend gemeldet. Das sind um 180 Menschen bzw. um 5,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Es gibt nur zwei Lichtblicke: im Bereich der offenen Stellen und Jugendarbeitslosigkeit. „Trotz der positiven Entwicklung bei den gemeldeten offenen Stellen und auch bei der Arbeitslosigkeit der Jugendlichen bis 24 Jahre ist während der nächsten Monate mit einem weiteren allgemeinen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen“, klingt AMS-Geschäftsführer Walter Jeitler wenig optimistisch. „Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf die weiterhin angespannte Situation am österreichischen Arbeitsmarkt und des sehr expansiven Arbeitskräfteangebots, das zum überwiegenden Teil von ausländischen Arbeitskräften getragen wird,“ führt er weiter aus.

Ausländer und Ältere besonders betroffen

Die Arbeitslosigkeit von Arbeitsuchenden mit ausländischer Staatsbürgerschaft stieg ebenfalls um 152 oder 11,1 Prozent auf insgesamt 518 Personen an. Bei Menschen ab 50 Jahren stieg die Zahl um 70 oder um 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 1.036 Personen.

48 Jugendliche suchten im Oktober 2015 eine Lehre, damit um 14 oder um 22,4 Prozent weniger gegenüber dem Vorjahr. Offene (sofort verfügbare) Lehrstellen gab es 12 – das ist ein Minus von 8 Stellen oder 40 Prozent. Die Arbeitslosigkeit der Jugend sank um 26 Personen, das sind 6,6 Prozent auf insgesamt 367 vorgemerkte Personen. Mit 181 gemeldeten offenen Stellen liegt das Stellenangebot um 52 Stellen oder um 11,17 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.

„Anfang 2016 erwarten wir uns von der bereits im Sommer beschlossenen Steuerreform und der damit verbundenen Belebung des privaten Konsums, sowie vor allem durch die erst kürzlich beschlossenen Maßnahmen im Rahmen des Arbeitsmarktgipfels der Bundesregierung zusätzliche positive Impulse für den österreichischen Arbeitsmarkt“, so Jeitlers langfristiger Ausblick.