Erstellt am 05. November 2015, 05:02

von Tanja Barta

Betrüger ergriffFlucht. Zur falschen Zeit am falschen Ort. Thomas Gruber wurde am Heimweg von der Arbeit fast das Opfer eines polnischen Betrügers.

Der Betrüger hat, nachdem Thomas Gruber mit seinem Firmenwagen angehalten hat, sofort auf dem Beifahrersitz Platz genommen.  |  NOEN, Foto: Barta

„Er hat sich einfach in mein Auto gesetzt“, erzählt der Aspanger Thomas Gruber den NÖN. Dieser wurde von einem polnischen Fahrzeuglenker auf der Autobahnauffahrt in Neunkirchen wegen einer Autopanne aufgehalten. Im Endeffekt stellte sich jedoch heraus, dass der Pole Gruber nur ausrauben wollte.
„Ich hatte ziemlich viel Geld im Auto“, erzählt der Aspanger, der die Einnahmen seiner Firma im Gepäck hatte.

Als er am Weg nach Hause war, stand plötzlich ein Mann mitten auf der Fahrbahn. „Wenn ich nicht gebremst hätte, dann hätte ich ihn überfahren!“, berichtet Gruber. Der Aspanger dachte, dass der Stopper eine Autopanne hätte, da sein BMW mit polnischem Kennzeichen am Straßenrand stand. Nachdem Gruber anhielt, setzte sich der Mann einfach in sein Auto und fragte nach Geld.

Pole wollte mit Gruber einen Deal aushandeln

„Er meinte, dass er damit tanken muss“, erzählt Gruber weiter. Als er dann zu dem Aspanger sagte, dass er slowenisches Geld gerne gegen Euro tauschen würde, wurde dieser misstrauisch. „Ich dachte dann schon daran, einfach mit ihm weiterzufahren und ihn dann irgendwo rauszuhauen“, meinte Gruber. Doch dann kam, ganz zufällig, ein ÖAMTC-Mitarbeiter vorbei, woraufhin der Mann plötzlich sehr nervös wurde. „Er ist dann zu dem Herrn vorgegangen und hat irgendwas zu ihm gesagt“, berichtet Gruber weiter.

Als dann jedoch auch noch ein Polizist am Straßenrad hielt, stieg der Pole in sein Auto ein und fuhr quer über die Sperrfläche Richtung Semmering. „Von wegen er hatte keinen Benzin“, kann der Aspanger jetzt schon wieder lachen.
Laut dem Bezirkspolizeikommando Neunkirchen hat es nach diesem Tag keine Vorfälle mehr in dieser Art gegeben: „An diesem Tag hat sich der Mann an mehreren Stellen herumgetrieben, doch danach hat man nichts mehr von ihm gehört.“