Erstellt am 15. Oktober 2015, 05:52

von Philipp Grabner

Zug-Petition gestartet. Die geplanten Änderungen der ÖBB sind Thema einer Internet-Petition, die bereits 800 Unterstützer hat.

Manfred Danter aus Aspang-Markt ist einer der Initiatoren.  |  NOEN, Foto: Grabner

Die geplante Änderung des Fahrplans der ÖBB stößt Pendlern nach wie vor sauer auf, die NÖN berichteten bereits ausführlich. Von zwei Pendlern, nämlich Ronald Haidvogl und ÖVP-Umweltgemeinderat Manfred Danter aus Aspang-Markt, wurde nun eine Online-Petition ins Leben gerufen, die sich „gegen eine Verschlechterung der Zugverbindungen auf der Aspangbahn“ richtet.

Das Ergebnis: Mehr als 800 Unterschriften in vier Tagen. Nach Abschluss des Sammelns von Unterschriften soll das Schreiben an ÖVP-Verkehrslandesrat Karl Wilfing übermittelt werden. „Das Schlimmste an den geplanten Änderungen ist das viele Umsteigen, das ist ein immenser Einschnitt, besonders für Menschen, die während der Zugfahrt arbeiten wollen“, so Danter im NÖN-Gespräch. Er selbst arbeitet während der Zugfahrt gerne mit dem Laptop: „Ich fahre täglich etwa drei Stunden!“

Noch keine Stellungnahme der ÖBB 

Künftig müss er drei bis vier Mal auf seinem Weg in die Arbeit umsteigen, jetzt steigt er nur zwei Mal um. „Ich sehe das als Kommunalpolitiker als langfristige Katastrophe: Es heißt immer, man soll weg von der Straße, doch damit passiert genau das Gegenteil. Junge Leute werden sich im Worst-Case wohl überlegen, ob sie überhaupt hierbleiben und wohnen wollen, wenn die öffentliche Anbindung so schlecht ist“, so Danter.

Und Ronald Haidvogl fügt hinzu: „Die Züge fahren in der Früh später weg, fahren länger, weshalb viele nicht rechtzeitig zu ihrer Arbeitsstelle gelangen können!“
Die NÖN haben auch die ÖBB um eine Stellungnahme zur gestarteten Petition gebeten, haben jedoch bis Redaktionsschluss keine Antwort erhalten.