Erstellt am 07. Dezember 2015, 06:03

von Gerhard Brandtner

Aussichtsturm in Göstritz eröffnet. Der Blick vom Infoblick Göstritz kommt einer Zeitreise in die Vergangenheit und Zukunft gleich.

Der Aussichtsturm in Göstritz wurde offiziell durch Johann Pratscher, Wolfgang Ruzicka, Gerhard Gobiet und Dieter Haas eröffnet.  |  NOEN, Foto: Brandtner
Zum einen eröffnet sich dem Auge die Sicht auf die Ruine Klamm mit dem Schneeberg im Hintergrund, davor die Brücke der Semmeringschnellstrasse über Schottwien und dann eben das aktuelle Bauwerk, der Zwischenangriff zum Semmeringbasistunnel in Göstritz.

Dieser zusätzliche Zugang für den Tunnelbau ist ein komplexes Konstrukt aus einen über ein Kilometer langen Zugangstunnel sowie rund 250 Meter langen Schächten und Kavernen am Schachtkopf beziehungsweise Schachtfuß. Am vergangenen Donnerstag fand die offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Wolfgang Ruzicka sowie Projektleiter Gerhard Gobiet und Projektkoordinator Dieter Haas statt.

"Wollen das Projekt näher bringen"

„Wir wollen das Projekt näher bringen. Auf der Tunnel-Baustelle gibt es einiges zu sehen und zu stauen“so Gerhard Gobiet. Der Blick vom rund 17 Meter hohen Turm gibt einen eindrucksvollen Blick auf die Arbeiten.

Derzeit wird die Baustelle eingerichtet. Aus Erfahrung weiß man, dass ein solches Großprojekt Hobby-Geologen, Technik-Fans und Baustellen-Freunde anlockt. „Ein solches Vorhaben ist auch touristisch nicht unerheblich“ ist sich der Schottwiener Bürgermeister Wolfgang Ruzicka bewusst. „Der Semmeringbasistunnel hat in der Fachwelt große Bedeutung, Künftighin werden sicher auch internationale Gäste vor Ort sein“ weiß Gerhard Gobiet.

Der Infoblick Göstritz ist die zweite Warte auf einer Tunnelbaustelle. Auch die Baustelle im steirischen Fröschnitzgraben kann „von oben“ in Augenschein genommen werden. Hinzu kommen die beiden Infoboxen in Gloggnitz und Mürzzuschlag. Der Infoblick kann jederzeit und ohne Anmeldung besucht werden. Vom Besucherparkplatz sind es nur einige Meter zur Warte.