Reichenau an der Rax

Erstellt am 02. Juli 2016, 20:30

von NÖN Redaktion

Kind von Kreuzotter gebissen. Nachdem die Bergrettung Reichenau am Samstag eine Schauspielerin aus einer Notlage gerettet hatte, wurden die Helfer zu einem weitern Einsatz gerufen.

NÖN, H. Dittler

Bereits um die Mittagzeit wurde die Bergrettung Reichenau um Hilfe gerufen. Die 29-jährige Schauspielerin Selina S. aus Hamburg verletzte sich auf einem Spaziergang im Bereich Wartholz (Reichenau) am rechten Knöchel. Sie wurde von vier Mann der Bergrettung mittels Gebirgstrage zur Straße gebracht und dort dem Roten Kreuz übergeben.

Um 18 Uhr erfolgte der nächste Notruf von der Knofeleben (Gahns). Ein 10-jähriges Mädchen wurde von einer Kreuzotter gebissen. Trotz eines aufkommenden Gewitters konnte das Kind vom C3  Notarzthubschrauber übernommen werde. Sie wurde  gemeinsam mit ihrer Mutter ins Krankenhaus geflogen.

Im Rax - Schneeberggebiet sind neben einer Anzahl von ungiftigen Schlagen auch Kreuzottern heimisch.  Man sollte bei einer (eher seltenen) Begegnung mit Schlagen Abstand halten,  diese keinesfalls berühren, die Tiere entfernen sich meist von selbst.

Sollte jemand von einer Kreuzotter gebissen werden, so besteht kein Grund zur Panik. Für gesund Erwachsene ist der Biss nicht lebensbedrohend, sollte jedoch von einem Arzt behandelt werden. Der Verletzte soll sich dabei nicht anstrengen, keinesfalls sollen Maßnahmen wie  „Wunde aussaugen" oder gar "ausschneiden“ und auch nicht „abgebunden“ werden.

Für Kleinkinder und kranke ältere Personen soll der Notarzt oder Hubschrauber verständigt werden. Kennzeichen einer Kreuzotter sind ein dreieckiger vom Leib abgesetzter Kopf, senkrechte linsenförmige Pupillen, die charakteristische Zeichnung am Rücken (nicht immer sichtbar da bei uns auch die sogenannten Höhlenotter heimisch sind) und ein plötzlich spitz zulaufendes Schwanzende.