Erstellt am 16. Februar 2016, 05:14

von Christian Feigl

Tohuwabohu vor Rot Kreuz-Chefwahl. Aus drei mach einen: Christian Karner zog zurück, Günther Hecher durfte nicht, Günther Waglechner blieb übrig.

Günther Waglechner: Kandidiert fix als Schmoll-Nachfolger.  |  NOEN, Archiv Stadtgemeinde

Sind es einer, zwei oder am Ende gar etwa drei Kandidaten, die am 26. Februar Sepp Schmoll als Bezirksstellenleiter des Neunkirchner Roten Kreuzes beerben wollen? In der Vorwoche überschlugen sich diesbezüglich die Ereignisse – waren es ursprünglich noch drei Namen von Kandidaten, die kursierten, so stand am Freitagabend nun mit dem Mediziner Günther Waglechner letztendlich doch nur mehr einer zur Wahl.

Wie die NÖN bereits ausführlich berichtet, wollte auch sein Grünbacher Kollege Christian Karner für die Funktion kandidieren. Aus beruflichen und privaten Gründen entschied er sich aber dagegen. Sein schriftlicher Rückzug ging bei der Wahlkommission allerdings erst am Freitag ein.

Die musste sich auch noch mit einem weiteren Fall befassen: Denn mit Günter Hecher, der in Reichenau eine Arztpraxis betreibt, tauchte plötzlich ein dritter potenzieller Kandidat auf. Doch auch er musste die Segel streichen: „Ich hätte wirklich gerne kandidiert, aber es wurde mir nicht gestattet“, so der Mediziner im Gespräch mit der NÖN.

Ein einziger Kandidat übrig geblieben

Das liegt in den Statuten des Roten Kreuzes begründet, wie Sepp Schmoll erklärt: „Hecher war zum Zeitpunkt der offiziellen Bekanntgabe seiner Kandidatur Mitglied des Gloggnitzer Roten Kreuzes und nicht in der Neunkirchner Bezirksstelle. Somit ist es nicht möglich, diese Funktion anzustreben.“ Ein rechtzeitiger Wechsel, den Hecher noch versuchte, scheiterte: „Ich habe damit gerechnet“, gab sich Hecher, der bereits in Neunkirchen einmal Mitglied war, aber später nach Gloggnitz wechselte, keinen Illusionen hin.

Somit ist mit Günther Waglechner am Ende des Tages ein einziger Kandidat übrig geblieben. Schmoll wäre mit ihm als Nachfolger zufrieden: „Waglechner kennt den Betrieb hervorragend und hat bereits Führungsqualität bewiesen, als er unsere Ortsstelle in Pitten leitete.“ Was Waglechner jetzt noch offiziell fehlt, ist eine einfache Mehrheit bei der Wahl der Mitglieder am 26. Februar. Ob er das schafft? „Das werde ich im Vorfeld nicht kommentieren“, ist Schmoll vorsichtig.

Einer, der auf dessen Scheitern hofft, ist Günther Hecher: „Bei einer möglichen Nachwahl könnte ich zum Roten Kreuz nach Neunkirchen wechseln und dann als zweiter Kandidat antreten“, hat er die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.