Erstellt am 07. Oktober 2015, 06:12

von Johannes Authried

Romandebüt: Bewegende Literatur aus St. Egyden. Eine 31-jährige St. Egydenerin macht mit ihren Werken von sich sprechen.

Das Erstlingswerk von Verena Mermer begeisterte im Literaturhaus Wien die Fachwelt ungemein.  |  NOEN, Pawloff

Verena Mermer, geboren 1984 in St. Egyden am Steinfeld, brachte nun ihren ersten Roman heraus. „Die Stimme über den Dächern“, erschienen im Residenz Verlag, wurde vergangenen Dienstag im Literaturhaus Wien präsentiert.

Der Kampf um Liebe, Freiheit und Glück

Die Autorin absolvierte das Studium der Germanistik, Romanistik und Indologie. Arbeitsaufenthalte fanden in Delhi (Indien), Baku (Aserbaidschan) und Cluj-Napoca (Rumänien) statt. Sie lebt und arbeitet als Autorin und Literaturwissenschaftlerin in Wien.

Der Roman spielt im aserbaidschanischen Baku im Frühling 2011. Die Stadt ist in Aufruhr und Proteste gegen das autoritäre Regime werden laut. Im Mittelpunkt stehen zwei junge Paare, die nicht nur gegen Unterdrückung protestieren, sondern auch für ihre Liebe kämpfen. Um Freiheit und Selbstbestimmung, um Glück.

Faszinierendes Verwirrspiel mit Figuren

Verena Mermer erzählt nicht nur von politischen Kämpfen und dem Alltag in einer der letzten Diktaturen an den Grenzen Europas. Ihr Romandebüt treibt auch ein faszinierendes Verwirrspiel mit Figuren, mit Zeiten und Orten, mit den Mythen der Revolution und der Liebe.

Weitere Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften, u. a. Lichtungen und perspektive. Longlist Europäisches Poesiefestival 2013. Shortlist Wartholz 2014. START-Stipendium für Literatur 2014.